Insgesamt habe ich einen facettierten Hautzustand: schnell fettig und zugleich dehydriert, empfindlich, schnell gereizt und rau, Schüppchen mit Fettglanz und mit Talg vollgestopfte Poren. Der Kosmetikmarkt gab damals keine nützlichen Präparate zu diesem Hautbild her. Das Hautproblem wurde einfach in den Topf der Mischhaut gesteckt und sprach auf dessen Produkte nicht gut an. Viel zu spät habe ich eine Pflegeroutine gefunden, die zu meinem Hautbild passt.
Ich war Anfang 30zig, als ich das erste mal von dem Hautzustand der trockenen Fetthaut hörte, ohne das deren Bezeichnung jemals genannt wurde. Die Präparate, die ich dann kennenlernte, stammten aus einem Beauty-Vertrieb, der einen 'feuchtigkeitsarmen Hauttyp' zum Verkaufshit gemacht hatte. Sie bestanden aus einer Alpha-Hydroxysäure (AHA), Toner, Lotion und Kristallcreme für eine simple Home-Mikrodermabrasion. Fast jedes Produkt enthielt Dimeticone und Inhaltsstoffe, die wir heute als bedenklich einstufen - insgesamt äußerst ungünstig für eine trockene Fetthaut. Rückblickend waren die Präparate nicht ausreichend und die Pflegeroutine langte nicht hin, meine 'fettig-feuchtigkeitsarme Haut' wurde nicht besser. Ich wäre sicher sehr viel früher auf eine geeignete Pflege gestoßen, wenn ich bereits in jungen Jahren wichtige Dinge über meine Haut gewusst hätte.
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Großporige Haut und verstopfte Poren begleiten mich ab jüngsten Erwachsenenalter. Einzelne Bereiche waren immer voll mit Talg und die Poren laufend gedehnt. Meine Zonen sind Kinn, Nase und deren Nebenflächen und irgendwann auch das Dekolleté. Mitte 20zig habe ich begonnen obsessiv und suchtartig Mitesser auszudrücken. Auf lange Sicht hat diese Symbiose zu Schäden geführt: unter der Haut feine, schlauchartige Narben an Kinn und Nasen-Seitenzonen.
Vielleicht wären mir die Vernarbungen an Kinn und Nasenseiten erspart geblieben, wenn ich diese Dinge gewusst hätte: 1 Warum große Poren entstehen
Große Poren sind nicht automatisch auch verstopft. Die Größe der Poren ist genetisch bedingt und wird vom Hauttyp mitbestimmt, kann aber durch innere Prozesse und äußere Einflüsse beeinflusst werden: • erhöhte Talgproduktion kann zu vergrößerten Poren führen • beim fettigen Hauttypen sind die Poren tendenziell größer, da grundlegend mehr Talg durch die Poren fließt • Ernährung mit gesättigten Fettsäuren, Weißmehl und Zucker kann sich auf den Hautstoffwechsel und so auf die Größe der Poren auswirken und des weiteren auch zur erhöhten Talgproduktion führen • bei Frauen die Antibabypille, Schwangerschaft und Menopause können zu hormonellen Schwankungen führen und vergrößerten Poren forcieren • Umwelteinflüsse, wie UV-Strahlung, trockene Luft, Rauchen und Alkohol beeinflussen den Hautstoffwechsel und so die Porengröße 2 Wie große Poren verbessert werden können
Mit ein paar Maßnahmen kann man versuchen, das Hautbild optisch zu verfeinern. Ernährung mit viel Grün kann positiv auf die Haut wirken. Eine regelmäßige Gesichtsreinigung ist wichtig, um die Poren frei zu halten. Die Basis bilden Wirkstoff-Kosmetik (wie Vitamin C) sowie milde Peelings, verstärkend wirken Fruchtsäuren und Hydrafacial-Methodik, die zur Abtragung alter Hautzellen beitragen. Die Hautpflege großer Poren steht in Analogie zu der Hautpflege von verstopften Poren. 3 Gründe warum verstopfte Poren entstehen
Es gibt verschieden Gründe, weshalb Poren verstopfen: • genetisch bedingt, öliger Hauttyp • eine Funktionsstörung der Hautbarriere • hormonell, wie Pubertät und Hormonumstellungen • Ernährung mit gesättigten Fettsäuren, Weißmehl und Zucker • Stress wirkt auf Stoffwechselvorgänge ein • falsche Kosmetikprodukte fördern Mitesser • komedogene Produkte fördern Mitesser 4 Verstopfte Poren sind eine Form von Akne
Mitesser sind verstopfte Haarfolikel, die mit Talg und Keratin gefüllt sind. Sie können sich zu Pickeln entwickeln. Es gibt offene Mitesser (Blackheads) und geschlossene (Whiteheads). Offene lassen sich leicht und geschlossene schwer entfernen, da diese mit einer dünnen Hautschicht überzogen sind. Verstopfte Poren können im Gesicht, Hals, Nacken, Dekolleté, Armen, Schulter und Rücken auftreten. 5 Wodurch verstopfte Poren entstehen
Verstopfte Poren (Mitesser) treten in Zonen des Körpers auf, an denen viele Talgdrüsen vorhanden sind: • die Haut zu viel Talg produziert • der Talg in den Poren nicht abfließen kann • Talg wie Paste ist, da Feuchtigkeit fehlt • verformten Poren keinen Talg abgeben können • abgestorbene Hautzellen nicht regelmäßig entfernt werden • Kosmetikreste und Schmutzpartikel nicht gereinigt werden 6 Verstopfte Poren können Narben verursachen
Nicht selten hinterlassen prall gefüllte Poren Spuren auf der Haut. Wenn die Pore lange Zeit durch den Talgpfropfen ausgedehnt wird, kann sich die Pore in einigen Fällen nicht mehr zusammen ziehen. Es bildet sich dann ein feiner Schlauch unter der Hautfläche. Die Haut heilt ungleichmäßig ab und Unebenheiten entstehen. In einigen Fällen sind die Poren so vergrößert, dass ein kleines Loch zurückbleibt. 7 Warum man verstopfte Poren nicht ausdrücken sollte
Verstopfte Poren sollten nicht ausgedrückt werden. Das Ausdrücken kann die Haut beschädigen, zur Mikroverletzung und zu Narben führen. Talgpfropfen können sich entzünden und Bakterien in die Poren eindringen. Außerdem kann die Wundheilung des Körpers dadurch gestört werden. 8 Wie können Mitesser und Narben gemindert werden
Professionelle Ausreinigungen in einem Kosmetikstudio können das Hautbild verbessern. Auch Microneedling, das für die Selbstanwendung geeignet ist, ausgeführt auf betroffene Hautstellen, kann eine Verbesserung ermöglichen. Abgestimmte Pflegeprodukte tragen zur Verdünnung der Talgpfropfen bei. 9 Welche Produkte bei erhöhter Talgbildung
Wasserlösliche Cleanser für die Reinigung. Zur Hautpflege flüssige Texturen mit zellerneuernden Wirkstoffen wie Niacinamid. Produkte mit Salicysäure (BHA) können gegen Mitesser wirken, empfindliche Haut verträgt Polyhydroxysäure (PHA) vielleicht besser. Enzymatische Peelings und Fruchtsäuren unterstützen die Ablösung alter Hautzellen. Die Hautpflege bei erhöhter Talgbildung überschneidet sich in sehr vielen Punkten mit der Pflege der trockenen Fetthaut. 10 Unterschied zwischen Talgdrüsen und Poren
Talgdrüsen sind Drüsen die den Talg produzieren, während Poren der Kanal sind, durch die der Talg austritt. Verstopfte Poren können zu verschiedenen Hautprobleme führen: • fettige Haut wird noch mehr angekurbelt • Mitesser, dann →Pickel, dann →Akne Auch das Berühren des Gesichts kann im Übrigen zu einer verstärkten Talgproduktion und dann weiter zur Pickelbildung führen, da Bakterien übertragen werden und die Haut durch das ständige Anfassen stimuliert wird.
Jeder Punkt für sich gesehen ist vielleicht nur eine Kleinigkeit, oft leider mit großer Auswirkung. Mit dem Wissen, was ich heute habe, würde ich mein Hautproblem anders angehen. Auf keinen Fall würde ich die verstopften Poren einfach ausdrücken. Es gibt ausgezeichnete kosmetische Produkte, um Talg zu verflüssigen und verstopfte Poren zu minimieren oder sogar ganz und gar loszuwerden.
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