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Methylisothiazolinon gegen Bakterien - auch gegen Deine Haut!

Wirkungsvoll gegen Bakterien - leider auch gegen die nützlichen Bakterien der Haut. Methylisothiazolinon ...

Methylisothiazolinon - Gift in Kosmetik

Das Konservierungsstoffe in Kosmetik gesundheitlich Risiken bergen, ist nichts neues. Methylisothiazolinon gilt als günstiger Ersatz für Parabene - denen eine hormonelle Wirkung zugeschrieben wird - und ist bereits seit über ein Jahrzehnt im Einsatz. Allerdings: Methylisothiazolinon ist auch nicht besser. Dennoch bleibt es auf dem Markt. In diesem Artikel erfährst du die Risiken: Was stellt Methylisothiazolinon mit dem Körper an?

Was macht Methylisothiazolinon?

Ein farbloses chemisches und wasserlösliches Pulver aus der Verbindungsklasse der Isothiazolinone. Methylisothiazolinon vernichtet Bakterien und macht Kosmetik haltbar, mit schwerwiegenden Folgen: Es reagiert aggressiv und zerstörerisch auf hauteigene Proteine, die Bausteine unserer Haut. Jahrzehnte waren in Hautpflege-Produkten Mischungen mit Chlormethylisothiazolinon (CMIT) zugelassen. Seit  Juli 2015 ist die Verbindung MCI/MI in Cremes verboten. Der Grund sind mögliche Hautreizungen, Juckreiz, Ausschlag oder Ekzeme. 


Seit dem 12. Februar 2017 ist  der Stoff für Leave-on-Produkte (Creme und Lotion) gänzlich verboten. Für Rinse-off-Produkte wie Make-Up-Entferner, Shampoos, Conditioner, Duschgels, Flüssigseifen, Rasiercreme u.v.m. darf es in geringer Konzentration weiterhin als Konservierungsstoff im Einsatz bleiben. Weil diese abwaschbar sind, so die Begründung. 

Langjährig gelten Methylisothiazolinon (MIT) und Methylchloroisothiazolinon (CMIT/MCI) in Kosmetika als umstritten. Bis heute kann MIT in vielen kosmetischen Produkten gefunden werden. Bedeutsam für den Verbraucher ist, über die Kopfhaut gelangt jede Substanz in den Körper. ​Haare besitzen die Eigenschaft Stoffe, auch Schadstoffe aus der Luft aufzunehmen und anzureichern. Giftstoffe können so über längeren Zeitraum auf den Körper einwirken und im Gewebe eingelagert werden. Es liegt nahe, das Haar und Kopfhaut auch Stoffe aus Kosmetika ungehindert aufnehmen, gute wie schlechte. 

Ist es gefahrlos?

Nicht nur Hautreizungen können ausgelöst werden. Methylisothiazolinon wirkt allergen. Wer häufig Kontakt mit diesem Stoff hat, läuft Gefahr auf eine Allergie. Doch das ist noch nicht alles. Störung des Immunsystems wurden festgestellt und für unseren Atemtrakt gilt der Stoff als problembeladen, das Risiko von Asthma steigt: 


So kann MIT in frisch renovierten Räumen monatelang aus Wandfarben ausgasen. Weitere Überlegungen gelten den Dämpfen von Reinigungsmitteln, diese könnten sich über Klimaanlagen verteilen. Schädigung der Nervenzellen des Gehirns könnten eintreten, sowie eine fruchtschädigende Wirkung verdächtigt wird. Trotz dieser hohen Risiken versorgt die Industrie den Verbraucher ungebrochen weiter mit MIT

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Methylisothiazolinon gilt als tödlich bei Berührung mit der Haut,
​tödlich beim Einatmen, ist giftig beim Verschlucken, verursacht schwere Hautverbrennungen und Augenschäden, ist sehr giftig für Wasserorganismen. Darüber hinaus kann die Substanz in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben, kann bei längerer oder wiederholter Exposition Schäden an den Organen verursachen, kann allergische Hautreaktionen verursachen und kann Reizungen der Atemwege hervorrufen (vgl. ECHA InfoCard im Datenblatt).

Allergischen Reaktionen, Lungen- und große Neurotoxizität kennzeichnen das negative Potential des MIT. 


Um Risiken bewerten zu können wurde Methylisothiazolinon in vitro und 2004 in Tierversuchen untersucht. Die Studien wurden von dem Neurobiologen Elias Aizenman von der University of Pittsburgh und Fachkollegen durchgeführt.


Kurze akute Expositionen mit relativ hohen MIT-Konzentrationen führen in vitro zu einem weit verbreiteten und selektiven neuronalen Tod. Der Tierversuch zeigte wie die Chemikalie auf die Hirn-Neuronen von Ratten wirkt. Bei kontinuierlich niedrigen Konzentrationen induzierte MIT eine drastische Hemmung des Neuritenwachstums (Axonen und Dendriten, Ausläufer der Nervenzellen).


Aizenmann warnt davor, dass Schwangere nicht in Produktionsstätten arbeiten sollten, in der MIT zum Einsatz kommt, da dort die Gefahr einer Fruchtschädigung zu groß sei, Schwangere und Ungeborene könnten durch die tägliche Anwendung des Mittels und von Produkten mit diesem Stoff gefährdet werden. 

Bezeichnungen und Verbindungen


Methylisothiazolinon (MIT):

  • 2-Methyl-4-isothiazolin-3-on
  • Neolone 950
  • Microcare MT
  • OriStar MIT
  • MI


Methylchloroisothiazolinon (CMIT)

  • 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on (Gemisch)
  • ​MCI

Gibt es Alternativen?

Das Problem konventioneller Kosmetik ist, dass es nur sehr wenige geruchsneutrale, wirksame und billige Konservierungsstoffe gibt, die nicht mit allergischen Hautreaktionen in Verbindung gebracht wurden. 


Der Grund warum überhaupt konserviert wird, liegt am Wassergehalt der Kosmetik. Wasser lässt die Verderblichkeit ansteigen. Natürliche Systeme der Konservierung finden wir unter den ätherischen Ölen wie zum Beispl. Rosmarin, Salbei, Nelken und Thymian oder besonders dem (Bio-) Alkohol, die in der zertifizierten Naturkosmetik ihren Platz gefunden haben.


Die Gewinnung ist dementsprechend anspruchsvoller, zumeist bio-angebaut und fällt unter den Ressourcen-Umgang. Somit ist das naturkosmetische Endprodukt folglich teurer als konventionelle Kosmetik. 


MIT kommt auch in Haushaltsprodukten und industriellen vor. Weichspüler, Leime, Wasserfarben Holzpflegemitteln, Polituren, Kühlmittel und Bohröle enthalten MIT.


Im Bereich der Haushaltsmittel hat der Verbraucher die Möglichkeit auf Öko-Produkte zurückgreifen zu können. Hinweise auf ökologische Herstellung geben Label wie Eco Control oder die Eco Garantie. Bio-Pioniere wie Almawin, Sonett und Sodasan bieten seriöse und qualitativ hochwertige Produkte an.

QUELLEN

ROSENFLUH.CH 

www.rosenfluh.ch/congressselection-2018-01/ausweitung-des-verbots-von-methylisothiazolinon-gefordert 


INTERNETCHEMIE.INFO

www.internetchemie.info/chemie-lexikon/stoffe/m/methylisothiazolinon.php


BIBELWISSENSCHAFT.DE

www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/kosmetik/ch/b5721bbd708c7c26548944bf4c482fef/ 


Chlormethylisothiazolinon

de.wikipedia.org/wiki/Chlormethylisothiazolinon


​Methylisothiazolinon, ein neurotoxisches Biozid, stört die in sich entwickelnden kortikalen Neuronen:

www.researchgate.net/publication/7232087_Methylisothiazolinone_A_Neurotoxic_Biocide_Disrupts_the_Association_of_Src_Family_Tyrosine_Kinases_with_Focal_Adhesion_Kinase_in_Developing_Cortical_Neurons​