No Poo - warum das Haar fettig bleibt
Kein Shampoo, nur Wasser und schwupps – die Haare werden nie mehr fettig? Stimmt das wirklich? Haarewaschen ohne Shampoo ist für viele erst einmal unvorstellbar. Beauty- und Umweltblogs schwärmen von der „Only-Water“-Methode und dem Versprechen, das natürliche Gleichgewicht von Kopfhaut und Haar wiederherzustellen. Das verlockende Resultat: das Ende fettiger Haare. Ich habe es mit meiner "trockenen Fetthaut" ausprobiert und mir selbst ein Bild davon gemacht.
Der Artikel hat ein Update erhalten am 07.09.2026
Eine vielversprechende Methode?
Das Internet ist voll von Berichten, die „No-Poo“ und die „Only-Water“-Methode als ultimative Lösung gegen schnelles Nachfetten propagieren. Häufiges Waschen trage die Schuld an der Misere, heißt es dort. Reduziere man die Haarwäschen, so die Theorie, fahre die Talgproduktion herunter – die Kopfhaut ließe sich quasi auf einen neuen Rhythmus trainieren. Als Belohnung winkt angeblich gesünderes, kräftigeres Haar, geschützt durch seine ganz natürliche Barriere.
Wenn der Verzicht auf industrielles Shampoo, das Hinauszögern der Wäschen und eine gehörige Portion Geduld tatsächlich ausreichen, um das Nachfetten zu stoppen oder gar zu beseitigen, dann wollte ich den Selbstversuch wagen: Eine volle Woche ohne Waschen sollte der erste Meilenstein sein.
Eine Woche ohne fettige Haare – das klang für mich traumhaft. Ich hatte gehofft, damit auch meinen körperlichen Einschränkungen gerechter zu werden, da mir das Haarewaschen schwerfällt. Umsteiger sprechen von einer Übergangsphase von acht bis zwölf Wochen, die die Haut zur Umstellung brauche. Geduld sei alles.
Eine Woche ohne waschen - aus der Traum?
Geduld hat ihre Grenzen. Nach insgesamt acht Monaten Konsequenz fettet mein Haar noch immer im gewohnten Rhythmus – bereits am nächsten Tag. Nach fünf Tagen ohne Wäsche ist mein Haar bis in die Spitzen strähnig und voller Fett. Ich konnte nicht feststellen, dass reines Wasser den Talg löst. Weder mechanische Waschbewegungen noch ein harter Wasserstrahl haben geholfen. Im Gegenteil: Durch den Kontakt mit Wasser wurde das Fett im Haar extra klebrig. Das Haar blieb fettig und verfettete munter weiter.
Auch die mechanische Bearbeitung mit einer Sisalborstenbürste brachte keinen Erfolg. Sie entfernte weder das Fett, noch verteilte sie es in den Längen. Stattdessen war die Bürste im Anschluss heftig wachsig und brauchte eine gründliche Reinigung, denn bei den Rückständen handelte es sich um zähe Wachsknötchen.
Zu einigen No-Poo-Beiträgen habe ich mich in den Kommentaren kritisch geäußert und meine eigenen "Haarfett" Erfahrungen geschildert. Really amazing: Meine Kommentare wurden nicht freigeschaltet. Ob es daran liegt, dass meine Realität der schönen No-Poo-Theorie widerspricht?
Nach 3 Tagen war das Haar sehr fettig und bleib fettig trotz only-Water-Methode, nach insgesamt 5 Tagen ist das Haar und die Haarlängen vollgesogen mit Fett. Fast bis in die Spitzen.
Stoffwechsel erziehen?
Was mein Haar betrifft: Bereits im Kindesalter war es nach wenigen Tagen fettig und strähnig. Damals war der Sonntag unser fester Haarwaschtag. Unter der Woche blieb mein Haar also unberührt. Nach der Internet-Theorie hätte ich damals eine traumhafte Mähne haben müssen. Hatte ich aber nicht.
Als ich elf war, flüsterte mir eine Klassenkameradin zu, wie schrecklich fettig meine Haare seien. Bis dahin war mir das gar nicht bewusst gewesen. Ich begann, mein Haar genau zu beobachten, und stellte fest: Es fettet bereits am Tag nach der Wäsche. Ab diesem Moment wusch ich es täglich – für ein frisches, luftiges Gefühl.
Dieser genetische Rhythmus änderte sich auch dann nicht, als ich – bereits in meinen Vierzigern und müde vom täglichen Waschen – beschloss, nur noch jeden zweiten Tag zu waschen. Meine Kopfhaut produzierte nicht weniger Talg; lediglich meine persönliche Toleranzgrenze hatte sich erhöht. Ich hatte mich einfach wieder daran gewöhnt, mit fettigen Haaren herumzulaufen, genau wie in meiner Kindheit.
Vor mehr als zehn Jahren habe ich begonnen, silikonfreie Shampoos zu nutzen, davon gute acht Jahre reine Naturkosmetik. Neben einer fettigen, aber gleichzeitig feuchtigkeitsarmen Kopfhaut neigen meine Haarlängen zu Trockenheit. Auch die Reinigung mit Roggenmehl hat an dieser Grundvoraussetzung nichts geändert.
Dennoch bleibt die Roggenmehlwäsche für mich die Nummer eins unter den Alternativen. Korn ist ein reines Naturprodukt. Je weniger synthetische Stoffe der Körper verarbeiten muss, desto geringer ist seine Belastung. Das Gleiche gilt für die Umwelt. Für die Körperreinigung verwende ich tatsächlich schon immer nur Wasser, gelegentlich ergänzt durch etwas Körperöl oder Kokosfett zur Pflege. Warum funktioniert das also beim Haar nicht?
⚠️ Wichtig für alle mit schnell fettendem Haar:
Wenn deine Kopfhaut unaufhörlich Talg produziert, während die Haarlängen strohig trocken sind, zeigt deine Gesichtshaut vermutlich genau dieselben Symptome: Sie glänzt, schuppt und spannt nach dem Waschen. Das ist kein Zufall, sondern eine genetische Verhornungsstörung. Wie du diese im Alltag bändigst, liest du in meinem Ratgeber zur Selbsthilfe: Trockene Fetthaut – Wenn der Standard versagt.
Haarwäsche mit Roggenmehl - so geht's
Roggenmehl ist ein echter Tipp der natürlichen Haarpflege. Seine pflanzlichen Tenside (Saponine) und der natürlichen Stärke verleihen ihm einen hervorragenden Reinigungseffekt: Die Stärke saugt überschüssiges Sebum wie ein Löschblatt auf, während die Saponine Schmutz binden. Je nach Einwirkzeit ist das Haar im Anschluss vollkommen fettbefreit.
Langes Haar beansprucht eine etwas größere Menge der Waschsubstanz. Für meine Haarlänge befülle ich einen Shaker bis zur 200-ml-Markierung mit Roggenmehl (Typ 997), gieße 200 ml lauwarmes Wasser dazu und mixe beides kräftig durch. Eine Quellzeit von zehn bis zwanzig Minuten reicht aus – die Masse verträgt aber auch eine Nacht im Kühlschrank. Bei reiner Raumtemperatur sollte sie jedoch nicht zu lange stehen, da sonst der Gärprozess einsetzt. Ist die Konsistenz nach dem Quellen zu zähflüssig, lässt sie sich vor dem Gebrauch einfach mit etwas mehr Wasser verdünnen.
Die gelartige, fast cremige Masse gebe ich scheitelweise auf die Kopfhaut und den Haaransatz und massiere sie gründlich ein. Damit sich das Fett optimal aus den Haaren löst, sollte das Ganze eine kurze Weile einwirken, bevor es mit reichlich warmem Wasser restlos ausgespült wird.
Braucht es eine Spülung? Die saure Rinse
Bei kurzen Haaren ist eine Conditioner in der Regel nicht nötig. Bei langen Haaren sieht die Sache dagegen etwas anders aus. Für die Kämmbarkeit bietet sich eine saure Rinse an. Hierfür gibt man 3 TL Apfelessig auf 1 Liter kaltes Wasser. Allerdings kann es dabei passieren, das der Essig die Wachsschicht wieder tilgt.
Bei kurzem Haar ist ein Conditioner nach der Roggenmehlwäsche in der Regel überflüssig. Bei langem Haar sieht die Sache anders aus. Um die Kämmbarkeit zu verbessern und die Schuppenschicht zu schließen, bietet sich eine saure Rinse an. Hierfür mischt man 3 TL Apfelessig auf 1 Liter kaltes Wasser und gießt diese Mischung nach dem Waschen über das Haar (kein Ausspülen nötig).
Allerdings reagiert jedes Haar anders auf die Säure. Nach dem Gebrauch von Apfelessig fühlt sich mein Haar im nassen Zustand oft „holzig“ an. Das liegt daran, dass der saure pH-Wert die Schuppenschicht des Haares extrem zusammenzieht. Im trockenen Zustand ist mein Haar dann zwar sehr weich und glatt, verliert dadurch aber – ähnlich wie nach einer chemischen Shampoo-Wäsche – spürbar an Kraft und Griffigkeit. Das natürliche Sebum, das für die nötige Struktur sorgt, verteilt sich jedoch bei den nächsten Haarwäschen mit warmem Wasser wieder von selbst in den Haarlängen.
Die Umstellungsphase: Geduld ist gefragt
Zu Beginn der Umstellung auf Naturprodukte kann sich das Haar im nassen Zustand ungewohnt klebrig anfühlen. Das ist in der Übergangsphase völlig normal und legt sich meist nach einer gewissen Zeit. Viele Blogger berichten zudem, dass das Haar anfangs vorübergehend noch stärker nachfettet oder phasenweise strohig und stumpf wirkt.
Ob und wie gut „No-Poo“ vertragen wird, hängt stark vom individuellen Haartyp (dick, dünn, feinstrukturiert) ab. Auch die Kopfhaut kann in den ersten Wochen mit Juckreiz, leichten Schmerzen oder Schuppenbildung irritiert reagieren. Ein Großteil dieser Reaktionen ist schlicht ein Entzugssymptom der Kopfhaut, die jahrelang an aggressive, austrocknende Tenside und versiegelnde Silikone gewöhnt war und nun ihr natürliches Gleichgewicht erst wiederfinden muss.
Genetik, Stoffwechsel und Talgfluss
In der Haarpflege hält sich der hartnäckige Mythos, dass Haare nur durch falsche Shampoos fetten und sich die Kopfhaut durch reines Hinauszögern regulieren lässt. Doch diese Sichtweise greift zu kurz. Ob und wie schnell unsere Haare fetten, wird primär von innen gesteuert und ist biologisch-genetisch festgelegt. Unsere Talgdrüsen produzieren ein individuelles Gemisch aus Lipiden, Wachsen, Cholesterin und Proteinen. Die genaue Menge und der Produktionsrhythmus sind von Mensch zu Mensch völlig verschieden. Spätestens in der Pubertät, wenn die hormonelle Umstellung einsetzt, werden hierfür die biologischen Weichen gestellt.
Zudem nimmt die Ernährung einen direkten Einfluss auf unseren Stoffwechsel. Während stark verarbeitete, zuckerreiche oder schwer verdauliche Kochkost den Magen-Darm-Trakt belasten und Fehlgärungen im Darm begünstigen kann, liefert eine naturbelassene Rohkost-Ernährung dem Körper vitale Nährstoffe in ihrer reinsten Form. Wer vermehrt auf Rohkost setzt, führt dem Körper automatisch weniger gesättigte Fettsäuren (aus fettigem Fleisch oder Frittiertem) und mehr hochwertige, ungesättigte Fettsäuren (aus Nüssen, Avocados oder Samen) zu. Der Verzicht auf raffinierten Zucker, minderwertige Fette und übermäßigen Fleischkonsum entlastet die Stoffwechsel- und Entgiftungsorgane wie Leber und Nieren spürbar.
Diese metabolische Entlastung spiegelt sich direkt über die Haut und das Haarbild wider. Eine vitalstoffreiche Rohkost-Ernährung kann die Fettsäuren-Zusammensetzung des Sebums (Hauttalg) und damit seine Fließeigenschaft (Viskosität) positiv verändern. Der Talg wird flüssiger und weniger zäh. Bei optimaler (möglichst geringer) Wasserhärte kann dies dazu führen, dass sich das Sebum beim Haarewaschen rein mechanisch mit Wasser emulgieren und ausspülen lässt. Der Einsatz chemischer Shampoos kann dadurch für einige Menschen überflüssig werden.
Ein paar Worte über Shampoo
Durch den Einsatz von klassischen Tensiden in Shampoos wird nicht nur das überschüssige Sebum ausgewaschen, sondern oft auch die natürliche, schützende Wachsschicht des Haares komplett entfernt. Um diesen Verlust künstlich auszugleichen, setzt die Industrie auf Feuchthaltemittel wie Glycerin und sogenannte Okklusivstoffe wie Silikone, die sich wie ein Film um das Haar legen.
Das Gute: Nach dem dauerhaften Weglassen herkömmlicher, silikonlastiger Produkte verändert sich die Haarstruktur meist positiv. Sobald die synthetischen Schichten erst einmal herausgewaschen sind, können aus ehemals glatten Haaren plötzlich natürliche Wellen entstehen, und störrisches Haar wird wieder geschmeidig. Es gibt also durchaus sehr gute Gründe, auf eine natürliche und umweltfreundliche Haarkosmetik umzusteigen – selbst wenn die „Only-Water“-Methode nicht für jeden Kopfhaut-Typen die biologische Erlösung bringt.
Für meine Haare und die Umwelt ist diese Art des Haare waschens sicher schonend, daher bleibe ich die nächsten Wochen dabei ( ich hab ja noch keine 3Monate+), aber dass ich mit der Methode meinen Geldbeutel schone wie in einigen Blogs erzählt wird bezweifel ich bei der Menge Wasser, die ich jetzt benötige.
Deshalb nochmal Danke für den Beitrag, weil er ein realistisches Bild dieser Haarwasch-Methode vermittelt
Ich wasche meine Haare seit fast 10 Monaten hauptsächlich nur mit Wasser. Ein paar mal hab ichs mit Roggenmehl gemacht, jetzt wieder ein bisschen mit grüner Heilerde... das Ergebnis: Keine Veränderung. Meine Kopfhaut fettet auch heute noch nach einem Tag nach...
Bis vor einem Monat ca wollte ich die Hoffnung nicht aufgeben, hab mich wirklich voll auf diese Illusion eingelassen dass man fettige Kopfhaut in den Griff bekommen kann... Aber ich denke ich werde mich nun wohl oder Übel damit abfinden müssen.
Manuela
Also ich habe Anfang des Jahres angefangen, meine Haare nur mit Wasser zu waschen, denn meine Haare waren sehr kaputt und durch das viele vorherige Waschen (alle 2 Tage) sehr strohig. Anfangs war es schon eine ziemliche Umstellung. Es war fettig, es hat gestunken und kleine Krümel bildeten sich. Dann hab ich angefangen mir meine Haare jeden Morgen und Abend mit der Wildschweinborste zu bürsten, hat definitiv was geholfen. Der Gestank und die Schuppenartige Gebilde sind davon auch weggegangen. Und Woche für Woche wurde es besser. Allerdings war ich nicht ganz so mit dem optischen Ergebnis sowie dem Gefühl zufrieden und wasche mir mittlerweile 1x in der Woche meine Haare ganz leicht mit einem Stück Seife der Naturkosmetik. Und das mache ich jetzt auch schon 2 Monate und ich muss sagen, dass dies auch immer besser wird und ich mir sogar jetzt nur alle 2 Wochen meine Haare waschen müsste, weil sie kaum nachfetten. Also bei mir hat es wunderbar geklappt. Es ist wahrscheinlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ich finde die Water-Only-Methode gut, wenn dann auch nicht lange sondern als "Kur" für eine gewisse Zeit. Mit Roggenmehl hab ich mir auch ein paar Male die Haare gewaschen, fand ich aber wiederum nicht so prickelnd. Trotz langem Auswaschen hatte ich kleine Mehlkörner (?) in den Haaren, sah denn immer aus wie Schuppen. Fand ich ganz schlimm. Aber vom Ergebnis waren die schön fluffig und weich. Na ja, ist wahrscheinlich auch Geschmackssache :)
Liebe Grüße von mir :)
Ich wasche mir jetzt seit zwei Monaten mit Roggenmehl Typ 1150 und anschließender Spülung mit Apfelessig die Haare. Früher hab ich meine Haare jeden Tag waschen müssen, wenn ich Abends was vor hatte sogar davor noch mal. Seitdem ich mit Mehl wasche, kann ich meine Haare 2-3 Tage offen tragen, und evtl noch einen vierten im Zopf. Babypuder ist eine tolle Art zwischen den Haarwäschen die Zeit zu überbrücken. Ich bin sehr empfindlich was meine Haare angeht, gucke ständig ob sie nicht doch fettig sind, aber es fällt wirklich nicht auf. Zu Stylingzwecken wasche ich zwischendurch auch mal nur mit Wasser. Ich wasche tatsächlich nur noch 2 mal in der Woche. Was den Apfelessig angeht, der Geruch verfliegt sobald die Haare trocken sind. Für mich ist diese Methode wirklich eine sehr gute Variante zum Shampoo.
Liebe Grüße :)
Hast du einen Tipp wie man dieses klebrige Gefühl in den Griff kriegt?
Lg
Das Einwirken zieht bei mir das Fett aus dem Haar. Das Klebrige bekomme ich auf diese Weise ganz gut in den Griff.
Drücke dir die Daumen, das es bei dir auch klappt.
Liebe Grüsse
Eine Haarwäsche dauert bei mir dann im Schnitt 13 Minuten, was nach meinem Geschmack einen hohen Wasser-"Verbrauch" darstellt.
Obwohl ich das immer gründlich gemacht habe, hatte ich stets über den Ohren und am Hinterkopf fettiges Haar. Von außen hat man das nicht so gesehen und insgesamt war mein Haar irgendwie schöner und griffiger als nach der Shampoo-Pflege. Obwohl man es von außen nícht sah, fühlte ich mich damit dennoch unwohl.
Warum nehmt Ihr eignetlich alle immer Roggenmehl zum Haare waschen? Lavaerde (also Wascherde) ist doch perfekt zum waschen und seit Jahrzehnten als Waschsubstanz für die Körperpflege bekannt...... und man bekommt davon auch keine Mehlknötchen im Haar.
Ich nehme jedenfalls hin und wieder (nur!) für die Seiten und den Hinterkopf die Lavaerde und bin mit diesem Kompromiss ganz zufrieden.
Ich persönlich benutze Roggenmehl weil ich sonst den Talg nicht raus bekomme. Ich sehe mit nur Wasser aus wie jemand der drei Tonnen Gel im Haar hat so wachsig sind die Haare nach der Wäsche. Je länger die Wäsche, desto schlimmer.
Habe auch eine gute Borstenbürste, die liefert aber nur bedingt Ergebnisse.
Natron tut den Trick, aber darauf möchte ich nicht zurückgreifen. Und Lavaerde hat auch keinen Effekt bei mir.
Wie oben beschrieben, verteilt sich bei mir der Talg im Haar anstatt ihn rauszuwaschen. Und bis jetzt ist Roggenmehl das, was den Talg am besten bindet und enfert, aber auch nicht ganz.
Falls du einen Tipp zu nur Wasser hast, würde mich sehr interessieren.
LG
Die Haare wasche ich mit normal/angenehm warmen Wasser und festem Strahl, dabei putze ich die Haare an der Kopfhaut intensiv mit den Fingerkuppen, bis ich das Gefühl habe, dass sie sauber sind.
das freut mich, das only water für dich gut funktioniert :-)
LG, Katja
Ich bin aber generell gesegnet mit reiner Haut, wenig intensivem Schweiß, etc. dabei ernähre ich mich gar nicht so gesund, im Gegenteil. Ich glaube mittlerweile die Ernährung der Eltern und selber als Kind, ist da ein viel entscheidenderer Faktor. Außerdem natürlich Stress, Bewegungsmangel, PC/TV/Handy, ...
Ich kann mir gut vorstellen, dass es für manche einfach nicht funktioniert und das muss es dann auch gar nicht. Ausprobieren lohnt sich aber immer finde ich.
Aber es sollte ja auch nicht bloß darum gehen länger nicht duschen zu müssen, weils nervt/anstrengend ist, sondern es sollte ja vorrangig um die Gesundheit gehen, von einem selbst, aber auch die der Umwelt. In einigen Shampoos sind Stoffe enthalten, die Allergien auslösen und nicht nur das, sondern auch (in Verdacht stehen!) die Fruchtbarkeit einzuschränken und wenn ich mir einfach mal anschaue was für Stoffe in herkömmlichen Shampoos sind... Selbst wenn diese lediglich eventuell so etwas auslösen können, ist mir das schon genug zu sagen, dass ich lieber darauf komplett verzichten will. Vom Mikroplastik abgesehen.
Danke für deinen Artikel! Ich weiß mit meinen Haaren nicht mehr weiter. Trockene Fetthaut habe ich auch und die Beschreibung deiner Haare könnte meine sein. Ich habe es ohne Shampoo versucht, mit Roggenmehl, mit Naturkosmetik-Shampoo, Naturkosmetik-Seife, mit Fön, ohne Fön, jeweils über mehrere Monate... Nichts, wirklich nichts, hilft meinen Haaren. Ich möchte einfach nur mal wieder gewaschene, fluffige Haare haben. Eben hab ich mir die Haare gewaschen und wieder klebt mein Hinterkopf und die Längen sind trocken. Ich hab Haarausfall, meine langen Haare brechen ab, die Bürste sieht aus... Ich bin mittlerweile so weit, dass ich ernsthaft überlege, mir einmal in der Woche die Haare vom Friseur waschen zu lassen. Sie benutzen ein Shampoo und Hitzeschutz, das wars. Danach kann ich 3 Tage lang meine Haare offen tragen. Was mache ich denn nur falsch?! Ich weiß es nicht...
Ratlose Grüße
Kirsten
das tut mir leid, das du soviel Ärger mit deinen Haaren und Kopfhaut hast.
Du schreibst nicht, wie du deine Haare wäscht - der Friseur wäscht i.d.R. nicht über Kopf, sondern nach hinten ins Waschbecken. Da das offenbar bei dir klappt und für 3 Tage hält, gehe ich von Waschtechnik und/oder Wasserhärte aus. Vielleicht helfen dir einige meiner Erfahrungen weiter:
Waschrichtung: Haar im Stehen waschen, unter der Dusche.
Shampoo und trockenen Haarlängen: bei langem Haar reicht es, den Haaransatz gründlich zu reinigen. Beim Ausspülen läuft das Shampoo in die Haarlängen und nimmt den Tagesschmutz weg.
Roggenmehl: nach dem Waschen einige Minuten im Haar lassen und wie eine Kur einwirken lassen - das könnte die Klebrigkeit rausnehmen.
Haarseife - hier eine tolle Waschanleitung inklusiv Wasserhärte: https://youtu.be/SPxKqfukXW8
Hier mein eigener Artikel über Haarseife:
https://www.clear-you-up.de/blogazin/haarseife-statt-shampoo
Ich wünsche dir alles Gute
Liebe Grüße
Auch nach Monaten Water Only haben meine Haare eine Art "Grund-Fettigkeit / Wachsigkeit", die gefühlt immer da ist.
Ich wasche alle zwei Tage und könnte vielleicht noch ausprobieren, 1x pro Woche zu waschen. Aber psychologisch fühlt sich schon die Vorstellung "unsauber" an.
Es ist definitiv viel besser, als am Anfang und ich finde, meine Haare sehen auch nicht wirklich fettig aus, aber es fühlt sich nicht gut an. Vor allem die Kopfhaut fühlt sich irgendwie "schwer / zu" an.
Fahre ich mit der Hand durch die Haare, sind meine Finger fettig / wachsig.
Allerdings habe ich an manchen Tagen das Gefühl, es wäre etwas besser, an anderen fühlt es sich wieder schlechter an. Eventuell hast du Recht und es hängt mit Trinken, Ernährung, Umwelteinflüssen zusammen.
Ich will noch Lavaerde und nach deinen Erfahrungen Roggenmehl ausprobieren, frage mich aber immer wieder, warum ich mir das überhaupt antue. Es fühlt sich nicht gut an, kostet viel Zeit mit Lesen, Beobachten und Ausprobieren und Shampoo hat für mich im Grunde funktioniert.
Bzw. waren meine Haare da auch gelegentlich fettig oder trocken, aber ich habe nicht so genau darauf geachtet, wie jetzt :)
Ich verstehe nicht, weshalb sich das Märchen des stärkeren Nachfettens durch regelmäßige Haarwäsche so hartnäckig hält.
Erklärt man Nopoo-Anhängern den Aufbau der Haut - und dass die Talgdrüsen gar nicht wissen, wie es auf der Oberfläche aussieht wird man im bestenfall ignoriert.
Seit über 1 Jahr wasche ich mit Roggenmehl, jetzt seit 2-3-4 Monaten Bürste ich und wasche selten mit Wasser und anschließend mit einer Essigspülung. Das was ich von den Nopoo Anhängern zu hören bekomme ist: ich sabotiere die Umstellung, weil ich „zu wissenschaftlich“ orientiert bin und nicht das richtige mindest (meine Kopfhaut ist intelligent und kann sich auf das seltenere Waschen einstellen,….) mitbringe 😣
Sorry aber ich finde das absolut daneben. Wenn es eben so ist, dass 60% der Deutschen Bevölkerung eine fettige Haut haben, dann klappt die Methode wunderbar bei 30%. Freut euch doch einfach drüber und macht den armen Menschen mit fettigen Haaren doch nicht das Leben schwer,…
Ich mache seit einiger Zeit no poo und würde gerne eine Erfahrung von mir mit dir teilen.
Ich wasche meine Haare nur mit Wasser (warmes Wasser, harter Strahl). Wenn ich meine Haare danach einfach trockne, sind sie sehr "wachsartig". Also gar nicht wirklich fettig, sondern eher so als wäre Wachs drin. Ich habe dann Reddit konsultiert und bin drauf gestoßen, dass das am harten Wasser liegen könnte. Anscheinend reagiert das Wasser mit dem Sebum und es entsteht dieses wachsartige Zeug. Meine Bürste sah genauso aus wie deine nach dem Kämmen.
Nach dem Duschen nehme ich jetzt immer einen Eimer mit kaltem destilliertem Wasser und spüle meine Haare damit einmal aus. Danach sind meine Haare fluffig und kein bisschen wachsartig. Die Abstände zwischen den Wäschen konnte ich langsam verlängern. Ich wasche sie jetzt ca alle 8-9 Tage. Sie werden dann irgendwann wieder fettig (sodass ich sie wasche), aber es ist ein normales fettig-sein wie ich es auch von früher kenne und nicht dieses wachsartige. Ich war überrascht, dass ich von diesem Problem betroffen bin, weil wir an und für sich kein allzu hartes Wasser haben in der Region, in der ich lebe. Das Ergebnis spricht aber für sich ;)
Für mich war es ein Gamechanger den Unterschied zu erkennen und anscheinend war ich mit dem Problem nicht alleine (war ein häufiges Thema bei Reddit).
das ist ein spannender Tipp! Danke dafür.
Seit Oktober letzten Jahres (seit ca. 10 Monaten) bin ich auch NoPoo bzw. Water only unterwegs und meine Haare sind trotz des Bürstens stark fettig/talgig.
Da ich den Umweltaspekt so wichtig finde, habe ich bisher noch nicht aufgegeben.
Dein Kommentar erinnert mich daran, dass ich für meine Gesichtspflege destilliertes Wasser nutze. Ich habe Rosazea und meine Haut ist super empfindlich.
Vielleicht hilft das destillierte Wasser auch meinen Haaren. Einen Versuch ist es wert.
Irgendwo hatte ich auch gelesen, dass Regenwasser für die Haare toll sein soll. Nur in einer Stadtwohnung ist es schwer an Regen in großen Mengen zu kommen. ;)
Liebe Grüße, Carolin
das ist eine gewagte Hypothese. 1. Weil Lipide in der Nahrung nicht per se "schlecht" sind und 2. weil der Stoffwechsel wesentlich komplexer ist. Vor allem "gute" Speiseöle UND Nüsse haben eine sehr gute Zusammensetzung der Fettsäuren. Die im übrigen auch so gewünscht ist - und bei denen es vorteilhaft wäre, wenn mehr Menschen diese konsumieren würden - statt große Mengen tierischer Fette. Aber auch hier sollte unterschieden werden: Menge und Qualität zählen.
Wenn du wissenschaftliche Artikel zum Thema hast lass es mich gerne wissen :-)