Über den Umgang mit Tieren • Beagles als Laborhunde
Der tägliche Umgang mit Tieren im Labor. Unternehmen stützen Tierversuche. Neben Mäuse und Ratten müssen auch Hunde für Prüfungszwecke herhalten.
Zum Verhängnis wurden ihm sein guter Stoffwechsel und sein anschmiegsamer Charakter. Er gilt als besonders artgenossen-verträglich, als sehr robust und äußerst duldsam. Ursprünglich ist der Beagle ein Meutehund, eine Spürnase, die sich durch viel Bewegung definiert. Wenn du deinen wirklich Hund liebst, dann läuft dir bei dem folgenden Video das Entsetzen über den Rücken: Gezeigt wird der Alltag von Beagles im Labor, deutlich eine schonungslose Aufklärung, wie es tatsächlich dort zugeht.
Das Arbeiten in einem Tierversuchslabor setzt spezielle charakterliche Voraussetzungen und bestimmte Persönlichkeitsmerkmale voraus. Emphatisch veranlagte Menschen identifizieren sich gewöhnlich nicht mit einem qualvollen Umgang mit Tieren. Seelische Abstumpfung kann hierbei therapeutisch behandelt werden, ein Charaktermerkmal dagegen nicht.
Das Leiden der Tiere
Stoffe und Produkte unterliegen einer gesetzlichen Prüfungspflicht, in der die toxische Auswirkung dieser Stoffe beobachtet wird. Neben Mäuse und Ratten müssen auch Beagles für Prüfungszwecke herhalten. Der Verband der Tierversuchsgegner bringt das Leid der Hunde auf den Punkt.
Bei hoch toxischen Prüfsubstanzen sind Symptome wie Atemnot, starker Augen- und Nasenausfluss, Lähmungen, Krämpfe, Zittern, Brechdurchfälle, Aggression durch starke Schmerzen, komatöse Zustände, Verharren in Bauch- oder Seitenlage, gequälte Lautäußerungen zu beobachten und das oft über lange Zeit. An der Schwere der Leiden und Schäden, welche bei Tieren zu vorzeitigem Sterben führen, dürfte es keinen Zweifel geben. Letztlich wird mit der Tötung allen Tieren der größtmögliche Schaden zugefügt.
Imagepolitur auf den Säulen des Missbrauchs: Verharmlosung von Tierversuchen.
Das auf Forschung basierte Unternehmen ist die Firma Bayer. Das Unternehmen erklärt Tierversuche als unvermeidlich und hebt in einem Statement seinen vorbildlichen Umgang mit Versuchs-Tieren hervor, zeigt sich sogar sehr besorgt um das Wohlergehen ihrer Versuchstiere.
Die in Watte verpackten Formulierungen vermitteln einem gescheiten Leser allerdings den bitteren Beigeschmack von Imagepolitur. Wir bekommen zu lesen, stetig werde an einer Reduzierung von Tierversuchen, insbesondere der invasiven Untersuchungen gearbeitet. Bis dahin sollen Anti-Stress-Übungen das Tier in eine entspannte Lage versetzen. Rückzugsorte und Spielzeug unterstützten eine angemessene Tierhaltung und .... überlebende Tiere werden vermittelt.
Im Klartext bedeutet dies, einige Tiere werden so missbraucht und gequält, das sie die Torturen entweder erst gar nicht überleben, infektiös, organgeschädigt, physisch und neurologisch zerstört und damit nicht mehr lebensfähig sind. Weiter beinhaltet diese Aussage, während der Phase des Leidenswegs - Pein, Qual und Schmerz - wird es dem Tier fadenscheinig bequem gemacht.
WAS PASSIERT MIT TIEREN, DIE KAPUTT OPERIERT SIND, SCHMERZ UND PEIN NICHT ÜBERLEBEN KÖNNEN?
Auch hierfür gibt es eine Antwort:
Versuchstiere, die nach einem Versuch eingeschläfert werden müssen - weil sie organisch, körperlich und neurologisch nicht mehr lebensfähig sind - werden in zugelassenen Verfahren getötet. Das Unternehmen sei sich seiner Verantwortung bewusst. Alle Tierversuchseinsätze stimmten überein mit gesetzlichen Vorgaben.
Verantwortung - so wird das Töten eines gequälten Tieres also bezeichnet.
Euthanasie als Antwort für nicht mehr lebensfähiger Tiere.
Grund der Lebensunfähigkeit: vorsätzliche Zerstörung und Missbrauch. Fast wirkt die gelobte Verantwortung feierlich, wie geleistete Sterbehilfe als letzter Akt der Nächstenliebe. Eine Pseudoverantwortung unter dem Deckmantel Profit.
Oft werden die Körper getöteter Tiere für weitere Untersuchungen zerlegt, bis nichts mehr von ihnen übrig ist. Ein Sachverhalt, über den man nicht unbedingt spricht. Vor der weiteren Verwendung des getöteten Tieres muss der Eintritt des Todes klinisch gesichert sein, heißt es im Tierschutzgesetz. Leben als Wegwerfware, ausgenutzt bis zur letzten Faser.
Im Rahmen eines Experiments bohrten Mitarbeiter Löcher in den Schädel 30 junger Beagle, um das Staupevirus direkt in ihr Gehirn injizieren zu können. Einige Hunde blinzelten oder winselten sogar während der schmerzhaften Prozedur, was darauf schließen lässt, dass sie nicht ausreichend betäubt waren. Beim Aufwachen konnten sie nur noch kläglich stöhnen. Einige hatten allem Anschein nach Schmerzen und schlugen mit dem Kopf gegen die Käfigwand, so dass Blut aus ihren Wunden spritzte.
Den Bericht findest du unter: Peta.de | Vertragslabor USA für Beyer & Co.
Es ist modern über Tierversuche zu sprechen. Auftraggeber streicheln ihr Gewissen frei.
Wie Bayer proklamiert auch das Unternehmen Novartis die Reduzierung von Labor-Tieren, wo immer dieses möglich sei. Sowohl Bayer als auch Novartis sollen in einem Vertrag mit Liberty Research stehen. Mit diesem Vertrag billigen und stützen beide Unternehmen brutale Tierversuche. Novartis betont die Transparenz und verkündet auf seiner Webseite, weitgehend auf Tierversuche zu verzichten. Im Vordergrund stünden Reduzierung, Verbesserung und Ersatz, bis auf wenige Einschränkungen kämen alternative Testmethoden zum Einsatz. Wird hier nicht mit Phrasen das Image zum Glänzen gebracht? Spiegelt der Selbstauftritt der Unternehmen, sorgfältig mit Tieren umzugehen, die Realität wieder?
Zugreifen statt Begreifen. Wie muss der Mensch geartet sein, der so etwas tut?
Eine spezielle Persönlichkeits-Struktur finden wir bei dem Wissenschaftstheoretiker Claude Bernard (1813-1878), der als Verfechter grausamster Tierversuchs-Methoden bekannt wurde. Bernard studierte in Paris und promoviert in Medizin und Zoologie. Er schlug den Weg der Experimente ein und etablierte Tierversuche als das absolute Instrument für Forschung - und Schwupp, die Goldstandard-Methode ward daraus geboren. Seine deterministische Auffassung, physiologische Prozesse könnten (frei von logischer Erkenntnis) wissenschaftlich erforscht werden, denn alle körperlichen Prozesse folgten ja unveränderlichen Naturgesetzen, öffnet für das nachfolgende Jahrhundert nicht nur das Tor für die Errichtung hunderter von Versuchslaboren, sondern aus psychologischer Sicht auch die Pforten für das Ausleben sadistischer Neigungen an Schutzbedürftigen.
Bernard lehnte die "passive Krankenhausmedizin" ab: Beobachtung von Patienten und die Analyse von Gewebeproben. Stattdessen forderte er, der Wissenschaftler müsse im Laborversuch gezielt Einfluss auf einzelne physiologische Faktoren nehmen und die Folgen studieren. Das aus solchen Laborexperimenten - insbesondere Tierversuchen - resultierende Wissen könne dann helfen, die Ursachen von Krankheiten zu verstehen und bei der Entwicklung neuer Therapieverfahren dienlich sein.
Den aktuellen Bericht findest du unter: DRZE.de
Bernard erhitzte Tiere bei lebendigem Leib in einem Ofen bis diese starben.
Gelassen überhörte er die Schmerzensschreie und das Wimmern der Tiere, davon ließe er sich nicht beeindrucken, so seine prompte Erklärung. Seinen sadistischen Charakterzug stützte er anmaßend und mit selbst bezogener Haltung: Ein Forscher brauche sich nur um die Meinung der Forscher die ihn verstünden zu kümmern. Störende Einflüsse wischte er mit Phrasen weg. Ein Psychopath mit abgeflachter Gefühlswelt? Seine Familie zumindest verließ ihn.
Welche psychologischen Eigenschaften fallen dem Tierversuchs-Wissenschaftler zu? Nun, er greift in seiner Wahrnehmung nicht auf Empathie, Fürsorge, Mitgefühl, Wohlwollen oder reflektorische Erkenntnisse zurück, sondern auf technische Daten: Mechanismen wie standardisieren, instrumentalisieren, systematisch zerlegen, detailliert Erfassen, Kontrollsysteme bestimmten sein Handeln und Arbeiten.
Grausam (§ 211)
Zur grausamen Tötung durch Verbrennen des Opfers meint der Bundesgerichtshof (BGH, Urt. v. 8.11.2016 – 5 StR 390/16, u.a. veröffentlicht in NJW 2017, 1252):
Wie lange der Zeitraum schwerster Qualen ab dem Entzünden des Benzins exakt gedauert hat, ist hier ohne Belang. Selbst wenn man – was nach den Feststellungen überaus fernliegt – von der kürzest möglichen Zeitspanne ausgeht („10, 20 oder 30 Sekunden“, UA S. 70, oder gar etwas weniger), wäre an der Erfüllung des Mordmerkmals der Grausamkeit nicht zu zweifeln. [...]
Den Bericht findest du unter: ETL-Rechsanwälte.de
Tiere als Mitgeschöpf
https://www.christen-fuer-tiere.de/das-tier-als-mitgeschoepf-die-position-der-evangelischen-kirche
Tierversuche - Novartis
https://www.novartis.de/unser-antrieb/tiere-und-forschung/tierversuche-bei-novartisVIE
Tierversuche - Bayer
https://www.tierversuche.bayer.de/de/tierhaltung.aspx
Töten von Versuchstieren - Zugelassene Verfahren
https://www.blogs.uni-mainz.de/fb10-ag-wolfrum/files/2019/01/Vorl13-Toetung.pdf
Sterbehilfe
https://www.drze.de/im-blickpunkt/sterbehilfe
Claude Bernard - Die Welt des Laboratorium
www.aerzteblatt.de/archiv/147797/Claude-Bernard-Die-Welt-als-Laboratorium
Tierversuche - Golden Standard Methode
https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/wissen/themen/geschichte
Animationsfilm: Otto - der Beagle
https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de