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Fakten: Warum werden Beagles für Tierversuche genutzt?

kleiner Beagle, Babyhund

Der tägliche Umgang  mit Tieren im Labor. Unternehmen stützen Tierversuche. Neben Mäuse, Ratten und Katzen müssen auch Hunde herhalten, hauptsächlich Beagels. Der Beagle ist die weltweit am häufigsten genutzte Hunderasse in Tierversuchslaboren. Dass ausgerechnet diese Hunde für Prüfungszwecke herhalten müssen, hat keine medizinischen Gründe, sondern liegt an den Charaktereigenschaften der Rasse.

Erstveröffentlichung: 15.03.2016  |  Update: 24.08.2026

Warum werden Beagles im Labor eingesetzt? 

Menschenfreundlich:

Er ist sanftmütig, gilt als besonders artgenossen-verträglich und äußerst duldsam. Kaum Aggressionen - selbst bei Schmerzen und Qualen beißen Beagels die Laboranten in der Regel nicht.


Artgenossen-Verträglichkeit:

Ursprünglich ein Meutehund – daher ist er sehr sozial. Das ermöglicht den Laboren eine kostengünstige und platzsparende Haltung in Gruppen.

 

Robuster und kompakter Körper:

Beagels haben eine handliche Größe und einen sehr stabilen, robusten Stoffwechsel. Das macht Testergebnisse und Studien leicht vergleichbar.

 

Welche Tests werden an ihnen durchgeführt?

Hauptsächlich werden die Hunde in der pharmazeutischen und chemischen Industrie für gesetzlich vorgeschriebene Toxizitätsprüfungen eingesetzt.

Konzerne wie Bayer oder Novartis testen an ihnen die Auswirkungen neuer Wirkstoffe. Dabei leiden die Tiere oft unter schweren Nebenwirkungen wie Atemnot, Krämpfen oder Lähmungen. Nach dem Ende der Versuchsreihen werden fast alle Laborbeagles getötet und seziert.

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Bei hoch toxischen Prüfsubstanzen sind Symptome wie Atemnot, starker Augen- und Nasenausfluss, Lähmungen, Krämpfe, Zittern, Brechdurchfälle, Aggression durch starke Schmerzen, komatöse Zustände, Verharren in Bauch- oder Seitenlage, gequälte Lautäußerungen zu beobachten und das oft über lange Zeit. An der Schwere der Leiden und Schäden, welche bei Tieren zu vorzeitigem Sterben führen, dürfte es keinen Zweifel geben. Letztlich wird mit der Tötung allen Tieren der größtmögliche Schaden zugefügt.

Den aktuellen Bericht findest du unter:  ​www.Tierrechte.de 

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Die Rolle der Großkonzerne

Pharmariesen wie Bayer und Novartis deklarieren Tierversuche auf ihren Webseiten als „unvermeidbar“. Beide Unternehmen betonen öffentlich ihren vorbildlichen, verantwortungsvollen Umgang mit den Laborhunden. Sie werben mit Anti-Stress-Übungen, Spielzeug, Rückzugsorten und der Vermittlung überlebender Tiere. Ärzte gegen Tierversuche und Organisationen wie PETA kritisieren diese Selbstdarstellung als reine Imagepolitur:


Zusammenarbeit mit Vertragslaboren:

Beide Konzerne stehen beziehungsweise standen in Verträgen mit externen Laboren (wie Liberty Research in den USA), denen schwere Verstöße gegen den Tierschutz und brutale Versuche an unzureichend betäubten Hunden nachgewiesen wurden.


Das Schicksal der Tiere:

Der Laboralltag bedeutet für die Beagles schmerzhafte, irreversible Schäden an Organen und Nervensystemen.


Lebensunfähig nach Tests:

Tiere, die die Versuche körperlich oder neurologisch zerstört überleben, werden routinemäßig getötet und für weitere wissenschaftliche Gewebeuntersuchungen zerlegt. Die PR-Aussagen der Konzerne lauten hierzu auf „Sterbehilfe aus Verantwortung“.


Warum werden immer noch Tierversuche gemacht?

Stoffe und Produkte unterliegen einer gesetzlichen Prüfungspflicht, in der die toxische Auswirkung dieser Stoffe beobachtet wird. Der Verband der Tierversuchsgegner bringt das Leid der Hunde auf den Punkt.

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Im Rahmen eines Experiments bohrten Mitarbeiter Löcher in den Schädel 30 junger Beagle, um das Staupevirus direkt in ihr Gehirn injizieren zu können. Einige Hunde blinzelten oder winselten sogar während der schmerzhaften Prozedur, was darauf schließen lässt, dass sie nicht ausreichend betäubt waren. Beim Aufwachen konnten sie nur noch kläglich stöhnen. Einige hatten allem Anschein nach Schmerzen und schlugen mit dem Kopf gegen die Käfigwand, so dass Blut aus ihren Wunden spritzte.

Den Bericht findest du unter: Peta.de | Vertragslabor USA für Beyer & Co.

​​Das „Höhere Ziel“ als Rechtfertigung

Die Fähigkeit, Schmerz und Winseln von Labortieren auszublenden, hat Wurzeln in der Arbeit des französischen Mediziners Claude Bernard (1813–1878), der als Begründer der modernen Tierversuche gilt. Bernard, der Schmerzensschreie von Tieren bei seinen Experimenten ignorierte, etablierte eine wissenschaftliche Haltung, die emotionale Distanz als Voraussetzung für Forschung betrachtete. Die systematische Ausblendung von Mitgefühl in der heutigen Tierforschung erfolgt durch psychologische Desensibilisierung.


Lies mehr über die Psychologie hinter Tierversuchen. 


Wissenschaftliche Analysen zu den psychologischen Mechanismen und der Belastung von Labormitarbeitern findest du in den Fachportalen von Ärzte gegen Tierversuche e.V. sowie in internationalen Studien zum Phänomen der Compassion Fatigue in der Laborforschung.