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Clean Beauty - INHALTSSTOFFE • das bleibt draussen

Clean Beauty - diese Stoffe bleiben draussen

Mit dem wachsenden Bewusstsein für Nachhaltigkeit steigt auch der Wunsch nach einer cleanen Kosmetik – Clean Beauty ist längst kein Nischenprodukt mehr. Doch was steckt wirklich hinter dem Versprechen der sauberen Schönheit, und auf welche bedenklichen Inhaltsstoffe sollten wir in unserer Routine ab jetzt verzichten? Damit du beim nächsten Einkauf sofort den Überblick behältst, findest du in diesem Blogbeitrag die Liste der kritischen Inhaltsstoffe, auf die bewusste Beauty-Liebhaber verzichten.

Viele Claims und Labels werden immer wieder als Marketing-Masche eingesetzt. Umso wichtiger ist es, gut informiert zu sein. Da der Begriff rechtlich nicht geschützt ist, darf sich theoretisch jedes Produkt „Clean Beauty“ nennen, sobald es auch nur ein einziges Kriterium erfüllt. Obwohl eine allgemeingültige Definition fehlt, folgt die Beauty-Industrie heute einem groben, gemeinsamen Konsens:


​▪ frei von Hormonen (endokrinen Disruptoren)

​▪ frei von toxischen Stoffen

▪ garantiert frei von Tierversuchen

​▪ maximale Transparenz bei den Inhaltsstoffen

Clean Beauty Prinzip - Mehr als ein Trend

Clean Beauty begann als Bewegung in den USA. Dort entstand der Wunsch nach mehr Sicherheit bei kosmetischen Inhaltsstoffen, vor allem deshalb, weil die US-amerikanische Liste verbotener Substanzen deutlich kürzer ist und weitaus lockereren Vorschriften unterliegt als in der EU.


Im Kern zeichnet sich Clean Beauty durch Kosmetika mit einer besonders kurzen INCI-Liste (Inhaltsstoffliste) aus. Längst hat sich die Bewegung von einem kurzfristigen Trend zu einem eigenständigen, festen Kosmetik-Genre entwickelt.


Dabei steht das Wort „Clean“ übrigens nicht für „hygienisch sauber“, sondern als Leitwort für „frei von“ bestimmten Stoffen, deren gesundheitliche Unbedenklichkeit wissenschaftlich nicht vollständig geklärt ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Produkte vollkommen frei von jeglichen synthetischen Stoffen sind. Clean Beauty greift nicht die Debatte „Synthetisch gegen Natürlich“ auf.


Der Grund dafür ist simpel: Synthetische Inhaltsstoffe können im Labor nachhaltig und absolut unbedenklich hergestellt werden. Umgekehrt können rein natürliche Inhaltsstoffe stark allergen, schädlich oder ökologisch bedenklich sein. Da ein gesetzlicher Standard fehlt, definieren Hersteller und Vertreiber ihre Kriterien aktuell selbst. Am Ende liegt es am Verbraucher zu entscheiden, welche Werte ihm wichtig sind. 


Clean Beauty ist keine Naturkosmetik


Wichtig zu wissen: Clean Beauty darf nicht mit zertifizierter Natur- oder Biokosmetik verwechselt werden. Letztere unterliegen strengen, gesetzlich geprüften Verbands-Richtlinien. Clean Beauty bezieht sich lediglich auf den bewussten Ausschluss kritischer Stoffe in konventioneller Kosmetik. Auch das Label „vegan“ ist keine automatische Voraussetzung – allerdings kombinieren viele moderne Marken den Clean-Beauty-Claim heute ganz gezielt mit Vegan-, Natur- oder Bio-Zertifikaten.


Echte Clean-Beauty-Produkte findest du mittlerweile in fast allen großen Online-Shops und Stores – allen voran bei bekannten Adressen wie Douglas oder Sephora, aber auch in spezialisierten, grünen Nischen-Shops. Das Sortiment deckt vom Make-up über die Gesichtspflege bis hin zu Haarkosmetik und Parfum nahezu jedes Spektrum ab.

Rote Liste: Diese kritischen Inhaltsstoffe solltest du meiden

Es kommt einiges zusammen, wenn man die Inhaltsstoffe genauer betrachtet. Um dir den nächsten Einkauf zu erleichtern, findest du hier die wichtigsten Substanzen, die in cleaner Kosmetik nichts zu suchen haben:

ALKOHOL 

(vergällt / Alcohol denat.)

Wird oft als Konservierungsstoff und Duftträger eingesetzt. Vergällter Alkohol trocknet die Haut jedoch stark aus und reizt die Hautbarriere.

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ALUMINIUM 

Verstopft in Deodorants temporär die Schweißporen. Während der Großteil über die Nieren ausgeschieden wird, kann sich ein kleiner Teil in Knochen, Lunge und Gehirn ablagern. Es steht im Verdacht, das Nervensystem zu belasten und die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen.

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BENZOPHENON

Ein chemischer UV-Filter und Benzolderivat. Es steht im dringenden Verdacht, wie ein Hormon im Körper zu wirken, sowie Hautirritationen und schwere Allergien auszulösen.  

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ETHANALAMINE 

(z. B. MEA, DEA, TEA)

Diese Tenside regulieren den pH-Wert und sorgen für Schaum. Sie gelten als potenziell krebserregend, können Organe sowie die Fortpflanzungsfähigkeit schädigen und besitzen ein hohes Allergiepotenzial.

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EDTA 

(Ethylendiamintetraessigsäure)

Ein synthetischer Komplexbildner, der in Lotionen oder Sonnenmilch als Stabilisator dient, konservierend, chemisch problematisch: verbindet sich mit anderen Substanzen (gute und schlechte). In der Medizin nutzt man EDTA zum Ausleiten von Schwermetallen, da es Stoffe extrem stark an sich bindet. In Kosmetika ist es ökologisch hochgradig problematisch: Es ist biologisch schwer abbaubar, gelangt über das Abwasser in die Umwelt und kann von Kläranlagen kaum gefiltert werden.

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FORMALDEHYD 

& Formaldehydabspalter

Günstige Konservierungsstoffe, die als krebserregend eingestuft sind. Sie wirken stark allergen, neurotoxisch (nervenschädigend) und können Organe belasten.

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GLYCERIN

Wird zwar als Feuchtigkeitsspender beworben und wirkt konservierend, kann in hohen Dosen jedoch den Hautstoffwechsel aus dem Gleichgewicht bringen. Zudem bindet Glycerin andere Stoffe an sich und kann so unerwünschte Schadstoffe tiefer in die Haut transportieren.

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KÜNSTLICHE FARBSTOFFE 

(insb. Azofarbstoffe)

Stehen im Verdacht, Allergien auszulösen und krebserregend zu sein. Besonders kritisch im Blick stehen die Rottöne CI 18050, CI 14720, CI 16035 sowie der Gelbton CI 19140.

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METHYLISOTHIAZOLINONE (MI)

Ein aggressiver Konservierungsstoff, der häufig als Ersatz für Parabene genutzt wird. Er besitzt ein extrem hohes Allergiepotenzial und zerstört die nützlichen, gesunden Bakterien auf unserer Hautflora.

MIKROPLASTIK

Kleinste Kunststoffpartikel, die für Textur oder Peelingeffekte genutzt werden. Sie sind biologisch nicht abbaubar, landen ungefiltert im Abwasser und belasten unsere Flüsse und Meere massiv.

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MINERALÖLE 

(z. B. Paraffinum Liquidum, Petrolatum)

Werden aus Erdöl gewonnen und schrittweise gereinigt. Sie machen Produkte zwar geschmeidig, legen sich jedoch wie ein wasserabweisender Film (okkludierend) auf die Haut. Dadurch wird die Eigenregeneration der Haut gestört. Zudem können sie mit kritischen Verbindungen (MOAH/MOSH) verunreinigt sein, die als potenziell krebserregend gelten.

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OXYBENZON

Ein chemischer Lichtschutzfaktor in Sonnencremes. Er wird extrem leicht von der Haut aufgenommen, lagert sich im Körper an, beeinflusst das Hormonsystem und löst häufig Allergien aus.

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PARABENE 

Beliebte Konservierungsstoffe und Weichmacher, die aufgrund ihrer chemischen Struktur im Körper ähnlich wie das Hormon Östrogen wirken. Sie stehen im Verdacht, den Hormonhaushalt zu stören und die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Du erkennst sie an Endungen wie Methyl-, Ethyl-, Butyl- oder Propylparaben.

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PEG VERBINDUNGEN 

(Polyethylenglykol)

Dienen als Emulgatoren, Weichmacher und Feuchtigkeitsträger. Sie machen die Hautbarriere jedoch durchlässiger – so können zwar Wirkstoffe, aber eben auch Schad- und Giftstoffe viel leichter in den Körper eindringen.

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PHTHALATE 

Weichmacher aus Erdöl, die oft in Nagellacken, Parfums und Aftershaves, auch in Cremes und Shampoos für die richtige Konsistenz sorgen, fungieren auch als Lösungsmittel. Sie gelten als fortpflanzungsgefährdend und greifen aktiv in das Hormonsystem ein.

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RETINYLPALMITAT

Eine Verbindung aus Vitamin A und Palmitinsäure. Sie wird in der Haut zu Retinol umgewandelt. Das Problem: In Kombination mit direktem Sonnenlicht steht der Stoff im Verdacht, die Entstehung von Hautveränderungen zu begünstigen, auch Hautkrebs.

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SILIKONE / DIMETHICONE

Synthetische Polymere, die der Haut ein sofortiges, künstlich glattes Gefühl verleihen. Sie haben jedoch keinerlei Pflegewirkung, versiegeln die Haut und sind biologisch absolut nicht abbaubar, was sie zu einer schweren Belastung für die Umwelt macht.

→ Siehe hierzu auch den dreiteiligen Kosmetik-Guide Plastik auf Haut und Haar:

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SULFATE 

(z. B. SLS, SLES, ALS)

Scharfe, waschaktive Tenside, die für starken Schaum sorgen. Sie reinigen so aggressiv, dass sie die Haut austrocknen, die natürliche Lipidschicht der (Kopf-)Haut zerstören und Irritationen begünstigen.

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SYNTHETISCHE DUFTSTOFFE

Gehören zu den häufigsten Auslösern für Kontaktallergien und Hautausschläge. Einige künstliche Duftkomponenten (wie polyzyklische Moschusverbindungen) reichern sich zudem im Fettgewebe an und stehen im Verdacht, hormonell zu wirken.

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TRICOLOSAN 

Ein starkes antibakterielles Mittel, das häufig in Zahnpasten oder Desinfektionsmitteln steckt. Es begünstigt Antibiotika-Resistenzen, beeinträchtigt die Muskelfunktion, wirkt hormonell und schädigt Wasserorganismen nachhaltig.

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Fazit: Augen auf beim Kosmetikkauf

Du siehst: Die Liste der kritischen Inhaltsstoffe in konventionellen Produkten ist lang. Am Ende liegt die Entscheidung bei uns Verbrauchern. Das funktioniert allerdings nur, wenn wir uns gründlich informieren und die Augen offenhalten. 


Lass dich beim nächsten Einkauf nicht von schönen Werbeversprechen oder grünen Verpackungen hinreißen. Ein kurzer Blick auf das Kleingedruckte – die INCI-Liste – oder die Nutzung von Code-Check-Apps verrät dir sofort, was wirklich in deiner Pflege steckt. Deine Haut und die Umwelt werden es dir danken