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Ursachen der trockenen Fetthaut • wodurch das Hautbild entsteht

Ursachen der trockenen Fetthaut

Trockene Fetthaut ist genetisch bedingt ein Hauttyp. Ebenso kann trockene Fetthaut früh erworben sein. Symptome einer trockenen Fetthaut können auch durch Umstände auftreten, die in inneren und in äußeren Faktoren liegen und sich gegenseitig beeinflussen. Hier spricht man von einem Hautzustand. Viele Betroffene wissen gar nicht, dass ihre Hautsymptomatik einer trockene Fetthaut entspricht. Sie behandeln entweder nur den öligen oder den trockenen Zustand der Haut. Letzterer wird selten mit Feuchtigkeit, dafür mit fetthaltiger Pflege versorgt - das wiederum fördert die Überfettung der Haut. Der trockenen Fetthaut fehlt es jedoch an Feuchtigkeit. Ein Teufelskreis. In diesem Beitrag erfährst du die Hintergründe der trockenen Fetthaut und was du bei deiner Pflege beachten solltest.

Faktoren die zu Symptomen einer trockenen Fetthaut führen

Veranlagungs bedingt (Hauttyp)

Genetische Disposition

Eine genetische Veranlagung führt zu einer lebenslangen trockenen Fetthaut. Feine Fältchen, wie sie bei der trockenen Haut vorkommt, treten bei der Sicca-Haut eher nicht auf. Das Hautbild der Sicca-Haut ist gröber, allein durch die Komedogenen, die im Alter leer sind und zu unschönen Riefen an Kinn, Nase und Mundpartie führen können.


Bei Frauen kommt es in den Wechseljahren meist zur Veränderung der Beschaffenheit, die Haut bleibt zwar schuppig, d.h sie keratinisiert weiter, jedoch produziert sie nicht mehr ganz so viel Talg, sondern wird eher etwas trockener. Die Pflegeprodukte verändern sich kaum, da eine Vielzahl der Produkte ohnehin bereits aus dem Anti-Aging Bereich stammen.


Prinzipiell ist es möglich in späteren Jahren aus genetischen Ursachen oder Stoffwechselursachen eine Trockene Fetthaut zu erwerben, bleibend.  

Temporäre Ursachen des gleichen Hautbildes (hautzustand)

Hormonelle Ursachen

Pubertät, Verhütungsmittel, Schwangerschaft und Wechseljahre verursachen hormonelle Veränderungen. Diese Ingredienzien können zu einer vermehrten Bildung von Hautzellen (Keratinisierung) führen und eine Verhornungsstörung nach sich ziehen.


Die Hautbarriere gerät aus der Balance, eigene Hautlipide und Pflegestoffe werden schlechter aufgenommen. Die Haut dehydriert von innen. Um der Dehydrierung entgegen zu wirken produziert die Haut kompensatorisch Fett.


Durch richtige Pflege kann das Hautbild verbessert werden. Manchmal verschwindet das Hautbild von alleine, wenn sich die hormonelle Situation wieder eingependelt hat. Im schlechtesten Fall ist es bleibend. 

Falsche Hautpflege

Falsche Produkte, falsches Make Up und verkehrter Puder, falscher Pflegeaufbau und inadäquate Wirkstoffe können Symptome einer trockenen Fetthaut hervorrufen und eine bestehende TF verschlimmern.


Falsche Pflege führt ​immer zu einer Verschlechterung des Hautbildes, unabhängig vom Ausgangszustand der Haut. 


Folge falscher Pflege ist ein gestörter Säureschutzmantel. Dieser kann Rötungen, Schuppen, Dehydrierung, verstärkte Talg- und Ölbildung, Hautunreinheiten, Rosazea nach sich ziehen. 

Wind - Wetter - Witterung

Wind, Kälte, Sonne und Sommerhitze, Klimaanlagen sind mechanische Reize, strapazieren und bringen die Haut oft aus dem Konzept. Da die Hautbarriere von Wind und Wetter angegriffen wird, sind empfindliche und gereizte Haut die Folgen, die Haut dehydriert und wird sensibel.


Normale Haut kann in ungünstigen Verhältnissen in den fettig-trockenen Zustand kommen, wenn sie stark gefordert wird. Eine bereits vorhandene trockene Fetthaut trocknet weiter aus und schuppt immer heftiger oder fettet besonders stark. 

Ernährung

Darmgesundheit bestimmt dein Hautbild. So beeinflusst ein durchlässiger Darm (Leaky-Gut) das Hautbild und den Hautzustand. Intoleranzen und 'verdeckte' allergische Reaktionen (zeitverschoben: Kopfschmerzen, Hautjucken, Gelenkschmerzen, etc.) können zum Leaky-Gut führen. 


Die Wahl deiner Lebensmittel bestimmt daher dein Hautbild mit. Konventionell gilt: je fettiger und süßer die Eß-Produkte sind, desto eher spießt der Talg. Falsche Nahrung führt zu verminderten Darmbakterien - und schlägt sich auf die Hautfunktion nieder. Falsche Ernährung kann einen dehydriert-fettigen Hautzustand fördern.

Was es bei der Pflege zu beachten gibt

Trockene Fetthaut weist ein schuppiges Hautbild auf, fettet gleichzeitig, häufig stark, hat Rötungen, Mitesser, Unterlagerungen, vergrößerte Poren, ist schnell gereizt, rau und hochsensibel und dehydriert. 


Eine trockene Fetthaut benötigt Pflege, die auf Befreiung von Schüppchen, die Zuführung von Feuchtigkeit und Stärkung des Säureschutzmantels basiert.


Voraussetzung ist gründliche Hautreinigung und anschließendes Layering von Produkten. Schlagwörter sind Hydrolate, Seren, Fluide oder leichte Lotion, sowie ein lipidhaltiges Produkt zum Abschluss. Reinigung sollte auf Basis milchiger Konstanz erfolgen. ​Hierzu habe ich eine Blog-Reihe geschrieben. 

Ungünstige Inhaltsstoffe 

Stoffe, die es zu vermeiden gilt:



  • Parfümstoffe
  • ätherische Öle
  • banaler Alkohol 
  • künstliche Emulgatoren
  • Polyethylenglykole (PEGs)
  • Mineralöle, Parabene
  • Silikone / Dimeticone
  • komedogene Inhaltsstoffe
  • SLS Tenside, aggressive Konservierungsmittel


Ungünstig ist auch Glycerin (bringt Haut- und Körperfunktion durcheinander, siehe unter Walter Mauch). Glycerin sollte nicht unter den ersten Stoffen in den ersten Reihen stehen. Es sollte erst im letzten Drittel, besser im letzten Viertel der INCI gelistet sein, idealerweise gar nicht enthalten sein. 

Bildquelle: pixabay | panajiotis 

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