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Glycerin - zeitloser Hautsegen oder Konservierungsmittel?

Glycerin - ein Konservierungsstoff

Glycerin - gut oder schlecht oder ganz anders als gedacht? Beautyexperten schwören auf Glycerin, denn es soll die Haut befeuchten. Glycerin trocknet die Haut aus, warnen die Kritiker. Auch als Konservierungsmittel ist es großartig. Zeit, diesen Superstoff näher anzusehen. Vielleicht überrascht es dich.


Glycerin ist in Fetten und Ölen enthalten. Ein visköser, 3-wertiger bindungsfähiger Alkohol mit allerlei Qualitäten.


Wir finden es in der Tabakindustrie für Shisha, in Frostschutz und Lösemitteln, wir finden es in Lebens- und Futtermitteln, es dient als Weichmacher und der Medizin.

Eine sirupartige Flüssigkeit - gewonnen durch die chemische Spaltung von Fetten oder Ölen mit Wasser - deren Ursprung pflanzlich, tierisch oder aus Mineralöl sein kann. Die höchste Reinheit ist der Medizin vorbehalten aus synthetischer Herstellung.


Vom Abfallprodukt zum Kosmetik-Standard: Glycerin entsteht meist durch die Spaltung von Pflanzenölen bei der Bio-Diesel-Herstellung. Da bei der Produktion massenhaft Glycerin abfällt, hat sich für kosmetische Zwecke der pflanzliche Stoff etabliert. Naturkosmetik greift für Glycerin auf Palmöl, Raps- oder Sojaöl zurück. Doch auch pflanzlich abgespalten behält es seine Bindungseigenschaften.

Glycerin imprägniert 

Seit dem späten 19. Jahrhundert ist Glycerin in der Humananatomie nicht mehr wegzudenken – es dient der Imprägnierung und Konservierung sowie der elastischen Präparierung von Ganz- und Teilkörpern, beispielsweise im Organbad.


Spätestens dann, wenn dir jemand erzählt, dass Glycerin für Feucht-Mumifizierungen herhält, könnte dich das Gruseln packen. Denn genau dieser Stoff hält biologisches Gewebe über das Gefäßsystem von innen hervorragend geschmeidig.

Mumifizierung für die Ewigkeit


Als eine der schönsten Mumien kennen wir Rosalia Lombardo. Für sie entwickelte der Einbalsamierer Alfredo Salafia eine perfekte Rezeptur aus Glycerin, Formaldehyd und Zink. Dieses Gemisch hält den Körper des kleinen Mädchens von innen heraus feucht – in einem luftdichten Behälter, in dem das Kind verschlossen gebettet liegt, damit diese komplexen Wirkstoffe nicht entweichen können und die Konturen für die Ewigkeit erhalten bleiben.


Hierbei hat jeder Stoff eine klare Rolle: Formaldehyd stoppt den biologischen Verfall (Fixierung), Glycerin verhindert das Austrocknen des Gewebes und Zink schützt die zellulären Mikrostrukturen vor dem Kollaps. Durch seine "Bindefunktion" sorgt Glycerin dafür, dass die gesamte Mischung homogen bleibt und die Wirkstoffe genau dort festgehalten werden, wo sie gebraucht werden: direkt am Präparat.

Kindermumie Rosalie
"Rätsel der schönsten Mumie der Welt gelöst" 
Bildquelle: Sibeaster| Wikimedia Comons

Die Funktion von Glycerin in Kosmetik

Glycerin nimmt eine Kernfunktion bei der Verbesserung der Stabilität und Textur von Kosmetikpräparaten, aber auch in Haushaltsprodukten ein. 

Glycerin produziert selbst keine Feuchtigkeit, sondern es bindet das umliegende Wasser und hält das Produkt feucht. Über die Zeit würde die Konsistenz austrocknen – Glycerin verhindert das.


Es kann das freie Wasser in einem Produkt so stark an sich binden, dass Bakterien, Hefen und Schimmelpilze keinen Zugriff mehr darauf haben. Ohne verfügbares Wasser (niedrige Wasseraktivität) können sich Mikroben nicht vermehren und sterben.

Es interagiert auch mit der Feuchtigkeit der Bestandteile (wie Hyaluronsäure) und kann diese an Haut und Haar heften. In Kosmetika reichen dafür geringe Dosierungen aus.


Glycerin verbessert Produkte



• Konservierer: unterdrückt Keimbildung

• Feuchthalter: bindet Wasser im Produkt

• Lösungsmittel: löst wasserlösliche Stoffe

• Viskositätsregler: erhöht oder verringert die Zähigkeit kosmetischer Produkte 

Verbrauchsgüter profitieren exzellent von Glycerin. Insbesondere im kosmetischen Bereich stellt es sicher, dass wässrige Inhaltsstoffe ihre Leistung und Qualität während ihrer gesamten Haltbarkeitsdauer beibehalten. Aufgrund seiner feuchthaltenden Eigenschaft kommt Glycerin in Mitteln wie Seren und Cremes, sowie in Cleansern, Shampoos und Duschgels vor.


Wie wird Glycerin zum Konservierer?


Kosmetikproduzenten nutzen Glycerin gerne im fertigen Produkt als "Konservierungs-Partner". Es senkt die Widerstandskraft der Keime so weit ab, dass bereits kleinste Mengen anderer Konservierer – wie organische Säuren (Sorbate und Benzoate) oder antimikrobielle Alkohole – ausreichen, um das Produkt komplett keimfrei zu halten.


Als Solist kommt Glycerin für kosmetische Präparate nicht in Frage


Wenn du Gesichtskosmetik verwendest, hast du es sicher schon mal gehört: Nach Angaben der Hersteller ist der Gehalt von Glycerin gering und liegt meist zwischen 2 und 5%, maximal bis zu 10%. In diesem niedrigen Bereich konserviert es das Produkt jedoch nicht.


Erst ab einer Konzentration von 20% setzt eine bakteriostatische Wirkung ein. Für die Mehrheit der Keime wird es ernst: Sie können sich nicht mehr vermehren. Denn ab da bindet Glycerin freies Wasser, entzieht Mikroorganismen die Lebensgrundlage und blockiert deren Wachstum. In der Industrie spricht man dann von einem selbstkonservierenden System. Der Stopp fast aller Keimarten tritt schließlich zwischen 30% und 50% ein, da in dieser hochdosierten Phase die mikrobielle Aktivität drastisch gehemmt wird.


Unserer Haut sind solche hohen Prozente allerdings zu viel. Ab 30% wird es wirklich kritisch und belegbar austrocknend: Nachgewiesen in wissenschaftlichen Studien kehrte sich der Effekt bei höheren Glycerin-Konzentrationen im Labor um. Die Zellen der Hornschicht (Stratum corneum) schrumpften paradoxerweise, weil das stark hygroskopische Glycerin das Wasser osmotisch aus den Zellen zog (Plasmolyse).


Warum auch 20% in Gesichtskosmetik vermieden werden und selbst 10% oft zu viel sind


Der Grund liegt in seiner Mechanik: Bereits ab etwa 8% bis 10% Glycerin hinterlässt eine Creme oder ein Serum einen sehr klebrigen, schweren und wachsartigen Film auf der Haut, der nicht richtig einzieht – ein störender Effekt, der so gar nicht erwünscht ist. Zudem schleicht sich ab 10% aufwärts eine austrocknende Wirkung ein; eine Tatsache, die von vielen Konsumenten, aber auch von manchem Hersteller berichtet wird.


Dennoch setzt die Kosmetikindustrie Glycerin ganz gezielt als Teil des Konservierungssystems ein. Hierbei nutzt die Industrie einen cleveren Trick: die sogenannte Hürden-Technologie.


Selbst in einer geringen Konzentration von 5% bindet Glycerin bereits einen Teil des Wassers und erhöht den osmotischen Druck in der Rezeptur. Für Mikroorganismen bedeutet das puren Stress. Es senkt die Widerstandskraft der Keime so weit ab, dass sie für Angriffe verwundbar werden. Dadurch reichen bereits kleinste Mengen anderer Konservierer – wie organische Säuren (Sorbate und Benzoate) oder milde Alkohole – völlig aus, um das Gesichtsprodukt komplett keimfrei zu halten. Glycerin wirkt hier als effektiver "Konservierungs-Pusher". Dabei erleichtern fix und fertig synergetisch aufeinander abgestimmte Präparate den Herstellern die Konservierung.


Hast du gewusst, dass in mancher Zahnpasta 20 bis 30 Prozent Glycerin drinstecken? Damit wird die Paste in der Tube schön geschmeidig, die Paste glänzt verlockend und trocknet nicht ein. Drei Fliegen mit nur einer Klappe und reichlich viel Prozent – in der Zahnpflege ist das erlaubt.

■■■■  Dringt mühelos durch Ihre Haut

Bereits in den Neunzigern alarmierte Dr. Walter Mauch, dass nach dem Gebrauch von Cremes und Zahnpasta etwa 15 Minuten später Inhaltsstoffe im Blut nachweisbar wären. Er wies darauf hin, dass kosmetische Stoffe in das Körpergewebe gelangen. Bezogen auf Glycerin, beschrieb die Probleme einer Schadstoffakkumulation.


Durch einen langfristigen biochemischen Kontakt mit zugesetztem Glycerin würden Blockaden im Stoffwechsel entstehen. Seine Ergebnisse basieren auf empirischen Beobachtungen und stehen im methodischen Konflikt mit der wissenschaftlichen Beweisführung. Die Durchgängigkeit von Glycerin in den Körper hat er dabei jedoch treffsicher erkannt. Insbesondere warnte er vor dem Kontakt mit Alltagschemikalien - auch künstliche Duftstoffe - und nähert sich damit der modernen Umweltmedizin an:


Beide Ansätze beschreiben, dass ein permanenter Überschuss an Alltagschemikalien die Entgiftungsorgane irgendwann überfordert. Moderne Wissenschaft definiert dies klar als chronischen oxidativen Stress und bioakkumulative Überlastung. Gefahren sah Mauch jedoch nicht nur bei der Haut: Er kritisierte inständig die Inhalation von Glycerin, da dieses als Trägermedium in der Atemluft andere Schadstoffe wie ein Schlepper tief in den Körper transportieren könne. Mauch sah in Glycerin einen Konservierungsstoff.

Die Bombe unter den Achselhöhlen, Dr. Walter Mauch

Was die moderne Wissenschaft sagt

Dass der Körper ab einem gewissen Punkt „nicht mehr gegen an arbeiten kann“, deckt sich mit bekannten toxikologischen Prinzipien bei Produkten:


  • Der „Cocktail-Effekt“: Wir kommen täglich nicht nur mit einem einzigen Stoff in Kontakt, sondern mit hunderten (Putzmittel, Mikroplastik, Kosmetika, Abgase). Selbst wenn jeder Stoff für sich genommen unter dem gesetzlichen Grenzwert liegt, weiß die moderne Wissenschaft heute, dass die Kombination dieser Stoffe das Immunsystem und die zelluläre Entgiftung (wie das Cytochrom-P450-Enzymsystem der Leber) chronisch überlasten kann.


  • Glycerin als Trägermedium in der Luft: Glycerin ist ein exzellentes Trägermedium. Beim Versprühen erzeugt es einen sehr dichten, langlebigen Nebel. Wenn Schadstoffe wie PFAS in einer solchen glycerinhaltigen Flüssigkeit gelöst sind, sorgt das Glycerin dafür, dass die Partikel perfekt in der Schwebe gehalten und als winzigste Tröpfchen tief bis in die hintersten Winkel der Lungenbläschen transportiert werden.


  • Das Fass läuft über (Bioakkumulation): Der menschliche Körper besitzt mit Leber, Nieren und Haut extrem leistungsfähige Entgiftungsorgane. Das Problem moderner Chemikalien (Weichmacher, bestimmte Tenside in Putzmitteln, hormonell wirksame Stoffe oder PFAS) ist jedoch, dass sie sich im Körper nur sehr langsam oder gar nicht abbauen. Sie akkumulieren langfristig im Fettgewebe oder in den Organen – ein Umstand, vor dem bereits auch Dr. Mauch warnte - in Verbindung mit Glycerin.

Glycerin geht in den Körper

Glycerin durchdringt belegbar die Hornschicht der Haut und könnte theoretisch auch in die Blutbahn gelangen. Studien nutzen zur Prüfung oft reine Mischungen aus Wasser und Glycerin in verschiedenen Verhältnissen (bis zu 40% oder mehr), um physikalische Effekte messbar zu isolieren. Obwohl die Dosis kosmetischer Präparate mit ihren 2 bis 8% sehr gering ist, lassen sich die Labor-Ergebnisse klar auf Kosmetik übertragen. Die kleinen Prozentmengen reichen für eine Durchlässigkeit aus. Warum das so ist und wie es funktioniert? 


Die laborbeobachtete Verweildauer von über 6 Tagen beschreibt, wie stark die Hornschicht-Zellen das Glycerin im Inneren festhalten. Das ist keine Frage der Dosis, es ist die Eigenschaft des Stoffes. Bereits bei geringer Dosierung erreicht die Wasserretention der Haut ein optimales Plateau. Auch das wenige Glycerin aus deiner 5%-Creme wird, sobald es absorbiert ist, extrem langsam wieder abgegeben. Ein acht bis sechzehn-Stundentag reicht hier völlig aus. In dieser Zeit arbeitet sich das Glycerin in die Hornschicht.


Es ist richtig, du wäscht deine Kosmetik wieder ab. Da topisch aufgetragenes Glycerin in die Hornschicht einzieht und sich dort wie ein Schwamm mit Wasser vollsaugt, verändert es jedoch langfristig das Gewebe.



Glycerin macht die Haut durchlässig - auch für schädliche Stoffe


https://karger.com/drm/article-abstract/197/1/18/110457/Opposing-Effects-of-Glycerol-on-the-Protective?redirectedFrom=fulltext

Selbstregulation der Haut   

Als körpereigene Substanz ist Glycerin Teil des hauteigenen Feuchthaltesystems (Natural Moisturizing Factor). Im Zuge des Hautstoffwechsels wird es bei der Spaltung hauteigener Fette in den Talgdrüsen freigesetzt und gelangt in das Stratum corneum (Hornschicht). Eine gesunde Haut reguliert ihren Feuchtigkeitshaushalt selbstständig, ohne Bedarf an extern zugeführte Hydranten. Kommen nun Produkte auf die Haut, deren Inhaltsstoffe eine extra Portion Glycerin enthalten, kann folgendes passieren:


Wie bereits bekannt wirkt Glycerin als starker Magnet. Es zieht Wasser aus drei Quellen an: bei hoher Luftfeuchtigkeit direkt aus der Umgebungsluft, aus den anderen Inhaltsstoffen des Produktes sowie aus den tieferen Schichten der Haut. Im letzteren Fall steht die eigene Hautfeuchte deiner Hautschicht dann in dem Moment nicht mehr zur Verfügung. 


Wird Glycerin jedoch hochdosiert zugeführt, ist dem Stoff egal, woher er die Feuchtigkeit bezieht: Bei trockener Umgebungsluft zieht er das Wasser stattdessen aus den tiefen Hautschichten an sich. Diese Feuchtigkeit steht den unteren Hautschichten dann nicht mehr zur Verfügung, was langfristig zu einer inneren Austrocknung führen kann.

In Salben und Cremes hilft Glycerin gegen trockene, rissige und juckende Haut, indem es in die Haut eindringt und sich zusätzlich wie ein leicht öliger Schutzfilm auf die Hautoberfläche legt. Die Feuchtigkeit kann dann nicht aus der Haut entweichen. Die Haut wirkt glatter, gesünder und bleibt elastischer.  Glycerin - Element unseres Lebens, Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG

Die Haut wird träge


Anfangs fühlt sich die Haut durch das Glycerin geschmeidig an. Langfristig kann dabei die Regulation der Haut aus dem Gleichgewicht kommen: sie verfügt über ein hochkomplexes, biologisches Feedback-System zur Selbstregulation und 'meldet' den Feuchtigkeitshaushalt als stimmig. Man spricht hierbei vom „Lazy Skin“-Syndrom, sogenannte faule Haut. Dabei verlernt die Haut systematisch die eigene Feuchtigkeitsregulation und stellt die Produktion eigener Feuchte hinten an. Deine Haut dehydriert, du cremst nach.

📌Kurz gemerkt

Der Säureschutzmantel (Hydrolipidfilm) besteht aus Fettanteilen von Talg, aus Schweiß und Hornhautzellen. Er schützt vor Austrocknung, Umwelteinflüssen, Bakterien und Keimen. In dem Moment, wo die Lipidbarriere der Haut beeinträchtigt ist, ist es sinnvoll, die Haut zeitweilig mit Feuchtigkeit zu unterstützen. Ist der Hydrolipidfilm gereizt, beschädigt oder gestört, schließt Feuchtigkeit zusammen mit einem okkludierendem Mittel die Barriere. Wenn die Hautbarriere nicht grundlegend prädispositioniert ist, sollte Feuchtigkeitspflege nur temporär eingesetzt werden.

Glycerin in der INCI Liste

Naturgemäß ist Glycerin ein natürlicher Bestandteil aller Öle. Bei der Herstellung von Seife aus Kokos und Palmöl wird Glycerin freigesetzt und unter Mitwirkung von Mineralien als Katalysator zur Pflanzen-Kernseife verarbeitet. Hierbei wird kein Glyzerin zugesetzt! Doch der Gesetzgeber bestimmt, dass dieses pflanzeneigene Glycerin als isolierte Zutat aufgeführt wird. Zwangsläufig wird der Verbraucher hierbei irritiert. 


Bei zugesetzten Glycerin spricht die  Beautyindustrie von einer geschickten Mixtur: Glycerin binde nur dann die Eigenfeuchtigkeit der Haut, wenn das Produkt zu wenig Wasser enthielte oder das Glycerin zu hoch konzentriert sei. Hierbei wird die Funktionsweise der Haut übersehen. Zu guter Letzt sind die technischen Eigenschaften des Glycerins für die meisten Hersteller wichtiger als die belobten Eigenschaften für die Hautpflege. 

Alternative Bezeichnungen zu Glycerin sind Glycerol, 1,2,3-Propantriol, Propan-1,2,3-triol, Glycerolum, Glycerinester oder E 422 in Lebensmitteln.



Wir finden es als Zusatzstoff in Kosmetik oft zu Beginn der INCI, bereits an dritter oder vierter Stelle. Achte auf die Reihenfolge der Inhaltsstoffe. Glycerin sollte wenigstens im letzten Viertel der INCI stehen. Die Produkte sollten dazu wertige Lipide enthalten: Öle, Squalan oder Buttern. 


Deshalb sollte Glycerin in Rezepturen immer von ausreichend Wasser sowie Ölen/Buttern begleitet werden, die das Wasser in der Haut einschließen.


​Öle und Buttern stabilisieren den natürlichen Säureschutzmantel der Haut, versorgen die Hautzellen anhaltend mit Feuchtigkeit, beugen allergischen Reaktionen der Haut, sowie Unreinheiten und Irritationen vor. 



Bei einer sehr hohen Aufnahme von künstlich zugesetztem Glycerin über die Nahrung kann der Stoffwechsel an seine Grenzen stoßen und überlastet werden.


  • Glycerin (als Lebensmittelzusatzstoff E 422 deklariert) ist zwar grundsätzlich ungiftig, aber die Leber kann pro Stunde nur eine begrenzte Menge davon verarbeiten. Wenn diese Kapazität überschritten wird, reagiert der Körper mit spürbaren Symptomen und Stoffwechselveränderungen.


Was gute Hautpflege ausmacht

Sowohl bei einer gestörten Hautbarriere als auch mit zunehmendem Alter verliert die Haut an Feuchtigkeit und hat zu wenig Lipide. Beim letzteren Hautzustand verliert die Haut zudem an Elastizität und die Faltenbildung nimmt zu. Das gemeinsame Ziel besteht darin, den Mangel an Feuchtigkeit und Lipide auszugleichen


Dieses kann mit hochwertigen Humectants wie Hyaluron und Aloe-Vera, sowie mit einigen Arten von Fruchtsäuren herbeigeführt werden. Hautphysiologisch bietet sich eine Kombination mit Ceramiden, Peptiden und Aminosäuren an. Hautähnliche Lipide wie Shea-Butter, Squalan, Phytosterine oder Jojobaöl senken den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) und schließen die Pflegeroutine ab. Dieser Effekt wird auch als “Okklusion“ bezeichnet.

TITELBILD: Pixabay , bearbeitet

ARTIKEL UPDATE: September 2023

QUELLEN UND LINKVERWEISE

Biologie: Glycerin   

www.biologie-seite.de/Biologie/Glycerin 


Hydrolyse – Chemie-Schule

www.chemie-schule.de/KnowHow/Hydrolyse


Altmeyers Enzyklopädie: Dermatologie Glycerin

www.altmeyers.org/de/allergologie/glycerin-inci-25049


Glycerin Herstellung 

www.chemie.de/lexikon/Glycerin.html#Herstellung 


Glycerin - Element unseres Lebens

www.cremer.de/de/news/news/glycerin-element-unseres-lebens.html


Wie Glycerin kosmetische Formulierungen verbessert

allanchem.com/how-glycerin-enhances-cosmetic-formulations/


Sorbitol-Flüssigkeit vs. Glycerin: Eine detaillierte Erklärung des Goldenen Schnitts und der Synergie von Feuchthaltemitteln in täglichen chemischen Formulierungen

www.cornmed.com.cn/en/newsDe_85.html


3 Natürliche Konservierungsstoffe für Kosmetika

www.schoolofnaturalskincare.com/natural-preservatives-for-cosmetics/



Verwendung

www.seilnacht.com/Chemie/ch_glyce.htm


Phytosterole – rein pflanzliche Wirkstoffe gegen trockene Haut​www.gesundheit.com/gesundheit/1/phytosterole-rein-pflanzliche-wirkstoffe-gegen-trockene-haut


Fette und Öle im Mittelalter - zur Konservierung

www.mittelalter-lexikon.de/wiki/Fette_und_Öle


Forscher lösen das Rätsel der makellosen Mumie

www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/einbalsamierung-forscher-loesen-raetsel-der-makellosen-mumie-a-623616.html


Einbalsamierung

www.derbund.ch/im-mumien-labor-so-balsamierten-die-alten-aegypter-ihre-maechtigen-372903141902


Ägypter balsamierten ihre Toten schon vor 6000 Jahren

www.tagesspiegel.de/wissen/agypter-balsamierten-ihre-toten-schon-vor-6000-jahren-3580219.html


Uni Muenchen Masterarbeit: Feucht-Mumifizierung

edoc.ub.uni-muenchen.de/19183/1/Oehme_Yvonne.pdf


Zinkchlorid zur Einbalsamierung und Konservierung anatomischer Proben

www.researchgate.net/publication/328981109_Zinc_Chloride_A_New_Material_for_Embalming

_and_Preservation_of_the_Anatomical_Specimens


Warum Frauen mehr Schadstoffe durch Kosmetik aufnehmen

eviora-natural.de/blogs/eviora-ratgeber/die-versteckte-belastung-warum-frauen-mehr-schadstoffe-durch-kosmetik-aufnehmen


Erster Nachweis von Mikroplastik in der menschlichen Plazenta

pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33395930/


ZU VIEL FEUCHTIGKEITSCREMES SCHADEN DER HAUT

www.firstmedica.de/aktuelles/news-detail/zu-viel-feuchtigkeitscremes-schaden-der-haut/


Skin 101: Die Grundlagen der Physiologie von Hautbarrieren verstehen—Warum ist das wichtig für Ärzte? pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11896616


Hautbarriere-Homöostase bei atopischer Dermatitis: Feedback-Regulierung der Kallikrein-Aktivität pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3102059


Die Hautbarriere und Feuchtigkeitsversorgung: Funktion, Störung und Reparaturmechanismen, karger.com/spp/article/36/4/174/863006/The-Skin-Barrier-and-Moisturization-Function


Propylene Glycol and Vegetable Glycerin E-cigarette Aerosols Disrupt Mucociliary Function and Cause Cytotoxicity in Human Airway Epithelium  , Download volle Version: assets-eu.researchsquare.com/files/rs-7040096/v1_covered_fc42e293-c150-44a8-a780-cd0560791566.pdf


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